Länder fordern nationales Notfalllager für Stromnetz-Reparaturen nach Sabotageangriffen
Margot RudolphLänder fordern nationales Notfalllager für Stromnetz-Reparaturen nach Sabotageangriffen
Innenminister der Länder schlagen nationales Lager für Bau- und Reparaturmaterialien vor
Der Vorstoß kommt nach jüngsten Angriffen auf kritische Infrastruktur, durch die tausende Haushalte ohne Strom blieben. Die Reserve soll helfen, in Notfällen essenzielle Systeme schneller wiederherzustellen.
Anlass ist der Sabotageakt am Berliner Stromnetz im Januar. Damals fiel in zehntausenden Haushalten tagelang der Strom aus. Behörden warnen nun, dass bereits kleine Gruppen durch gezielte Angriffe auf Schlüsselinfrastrukturen massive Störungen auslösen können.
Das geplante Lager soll lebenswichtige Komponenten für die Stromversorgung bereithalten – darunter Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen, Spezialkabel und Schutzsysteme. Ziel ist es, Notfallreparaturen zu beschleunigen und Lieferkettenrisiken zu verringern.
Die Länder fordern zudem bundesweite Maßnahmen. Gefragt sind neue Gesetze, um in Krisen Genehmigungen für Schwer- und Großraumtransporte zu beschleunigen.
Der Entwurf der Resolution unterstreicht die wachsende Bedrohung für Deutschlands Infrastruktur. Eine nationale Reserve könnte Reparaturzeiten verkürzen und die Widerstandsfähigkeit stärken. Der Vorschlag muss nun auf Bundesebene weiter beraten werden.
