Lehrergehälter 2026: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Margot RudolphLehrergehälter 2026: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Lehrergehälter in Deutschland unterscheiden sich je nach Bundesland stark
Dafür ist vor allem die Kulturhoheit der Länder verantwortlich, die zu deutlichen Unterschieden bei den Bezügen führt. Bis 2026 wird die Lücke zwischen den höchsten und niedrigsten Durchschnittsverdienst rund 8.700 Euro pro Jahr betragen.
2026 wird Schleswig-Holstein mit einem durchschnittlichen Lehrergehalt von 56.000 Euro jährlich an der Spitze liegen. Hamburg folgt mit 54.200 Euro, begünstigt durch zusätzliche Stadtstaaten-Zulagen. Rheinland-Pfalz belegt Platz drei mit einem Durchschnittsgehalt von 54.000 Euro pro Jahr.
Bayern, das in offiziellen Rankings oft als Spitzenreiter bei den Gehältern gilt, liegt mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 52.800 Euro nur auf Platz fünf. Am unteren Ende der Skala bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 47.400 Euro. Die Nachbarländer Thüringen und Sachsen-Anhalt zahlen mit 48.400 Euro bzw. 49.200 Euro etwas mehr.
Die Unterschiede haben teilweise historische Gründe: In der ehemaligen DDR besaßen Lehrer keinen Beamtenstatus, was sich bis heute auf die Gehaltsstrukturen auswirkt. Dadurch können die monatlichen Bezüge zwischen den Bundesländern um mehrere hundert Euro variieren.
Die Gehaltskluft zeigt, wie stark regionale Bildungspolitik die Lehrerbesoldung prägt. Bis 2026 werden die bestbezahlten Lehrkräfte in Schleswig-Holstein fast 8.700 Euro mehr pro Jahr verdienen als ihre Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Differenzen spiegeln sowohl aktuelle Finanzierungsentscheidungen als auch langfristige historische Einflüsse wider.
