Mannheimer Prozess: Angeklagter soll Anleger mit gescheiterten Bauprojekten um Millionen betrogen haben
Margot RudolphFünf Millionen Euro Schaden: 68-Jähriger in Mannheim wegen Betrugs angeklagt - Mannheimer Prozess: Angeklagter soll Anleger mit gescheiterten Bauprojekten um Millionen betrogen haben
Ein 68-jähriger Mann muss sich in Mannheim wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug verantworten, nachdem er Anleger angeblich um Millionen betrogen haben soll. Der Angeklagte, der eine deutsch-schweizerische Unternehmensgruppe leitete, steht im Verdacht, private Geldgeber über gescheiterte Bauprojekte getäuscht zu haben. Die Behörden bestätigten, dass bisher keine weiteren Opfer oder Investoren außerhalb der mit den Verlusten in Höhe von 4,8 Millionen Euro und 70.000 Schweizer Franken (rund 78.000 Euro) in Verbindung stehenden Personen identifiziert wurden.
Zwischen 2018 und 2019 soll der Mann Gelder für Bauvorhaben eingeworben haben, darunter ein Hotelkomplex in Konstanz. Ermittlern zufolge wusste er, dass das Projekt niemals fertiggestellt werden würde und die beteiligten Unternehmen kaum oder keine Einnahmen erzielten. Trotzdem warb er weiterhin Investitionen an, was zu Gesamtverlusten von etwa 4,8 Millionen Euro und 70.000 Schweizer Franken führte.
Der Beschuldigte soll zudem über zwei Millionen Euro aus dem Vermögen der Unternehmensgruppe für private Zwecke entnommen haben. Seine Aktivitäten gerieten unter die Lupe der Behörden, was schließlich zu seiner Festnahme im November 2025 auf Teneriffa, einer der spanischen Kanarischen Inseln, führte. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft, während das Landgericht Mannheim den Fall prüft.
Als Hauptverantwortlicher der Unternehmensgruppe wird ihm vorgeworfen, Investoren vorsätzlich in die Irre geführt zu haben. Nun muss das Gericht klären, ob die Vorwürfe haltbar sind und welche Strafen sich daraus ergeben könnten.
Die Betrugsermittlungen konzentrieren sich weiterhin auf die 4,8 Millionen Euro und 70.000 Schweizer Franken, die Anleger verloren haben. Der Angeklagte bleibt bis zum Abschluss des Verfahrens in Haft. Das Urteil wird von den Beweisen abhängen, die seine mutmaßliche Rolle bei der Täuschung belegen.






