24 March 2026, 10:19

Mario Basler attackiert Nagelsmanns DFB-Kader vor Länderspielen gegen Schweiz und Ghana

Ein Mann in einer schwarzen Jacke mit Logo steht auf einem Fußballfeld und sieht aus wie ein Trainer.

Mario Basler attackiert Nagelsmanns DFB-Kader vor Länderspielen gegen Schweiz und Ghana

Der ehemalige Nationalspieler Mario Basler hat die Ausrichtung der deutschen Nationalmannschaft unter Bundestrainer Julian Nagelsmann scharf kritisiert. In jüngsten Äußerungen stellte er sowohl die Personalpolitik als auch die Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) infrage. Seine Aussagen fallen kurz vor den anstehenden Länderspielen Deutschlands gegen die Schweiz und Ghana Ende März 2026.

Besonders kritisierte Basler die Rückkehr von Antonio Rüdiger in den Kader. Der Verteidiger habe aufgrund seiner disziplinären Vergangenheit keine Berechtigung für eine Nominierung, so Basler. Auch die Berufung von Leroy Sané hinterfragte er und äußerte Zweifel, ob die aktuelle Mannschaftsaufstellung das nötige Gleichgewicht für Erfolge mitbringe. Trotz seiner Bedenken räumte er ein, dass Deutschland bei voller Fitness aller Spieler durchaus das Viertelfinale erreichen könnte.

Die Kritik beschränkt sich jedoch nicht auf Einzelspieler. Basler warf dem DFB vor, seine Grundsätze verraten zu haben, indem Rüdiger wieder in den Kader geholt wurde. Aus Frustration über diese Entscheidung kündigte er sogar seine UEFA-Pro-Lizenz-Mitgliedschaft und brach damit alle finanziellen Verbindungen zum Verband ab.

Nagelsmann hingegen verfolgt einen anderen Ansatz. Sein Kader für die März-Testspiele setzt sich aus Stammkräften des FC Bayern München und Spielern weniger renommierter Vereine zusammen, darunter Pascal Groß (Brighton & Hove Albion), Anton Stach (Leeds United) und Josha Vagnoman (VfB Stuttgart). Im Gegensatz zu seinen Vorgängern zeigt Nagelsmann Bereitschaft, über die Top-Klubs hinauszublicken und legt mehr Wert auf Mannschaftsharmonie als auf Starallüren. Disziplinäre Bedenken, wie sie Basler anführte, spielten bei den jüngsten Nominierungen offenbar keine Rolle.

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Baslers Skepsis geht noch weiter. Er spekulierte, Nagelsmann könnte nach der WM 2026 als Bundestrainer zurücktreten, da er wenig Vertrauen in dessen Entscheidungen habe. Zwar erkennt er das vorhandene Talent im Team an, doch seine Erwartungen an das Turnier fallen insgesamt verhalten aus.

Baslers Aussagen unterstreichen die wachsende Kluft zwischen traditionellen Erwartungen und Nagelsmanns sich wandelnder Strategie. Der Trainer setzt auf Stabilität und Teamgeist – ein Bruch mit früheren Nominierungspraktiken, bei denen Probleme abseits des Platzes oft eine Rolle spielten. Angesichts der bevorstehenden Spiele und darüber hinaus wird die Mannschaftsleistung daher wohl noch genauer unter die Lupe genommen werden.

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