19 June 2026, 14:16

Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" – ein Fest mit Risiko

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" – ein Fest mit Risiko

Marzahn Pride kehrt in diesem Jahr mit dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ zurück

Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung feiert und setzt sich für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Sie findet in einem Bezirk statt, der für seine vielfältigen Migrationshintergründe und die erhöhten Bedrohungen für marginalisierte Gruppen bekannt ist.

Der Umzug beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Die Queer-Beauftragte Vanessa Krah und der Bezirksstadtrat Gordon Lemm werden mit Eröffnungsreden den Marsch einläuten. Die diesjährige Veranstaltung bildet den Höhepunkt einer Woche voller Aktivitäten, darunter Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und gemeinsame Plakatkampagnen.

Ab 14:30 Uhr folgt ein queeres Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJ-Sets, Streetfood und weiteren Attraktionen. Zwar wurden bisher keine rechtsextremen Mobilisierungen gegen den Marzahn Pride gemeldet, doch warnt Krah vor falscher Sicherheit. Im vergangenen Jahr hatte die neonazistische Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) die Veranstaltung mit Drohungen ins Visier genommen – ähnliche kurzfristige Einschüchterungsversuche bleiben ein ständiges Risiko.

2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen, gestört oder eingeschüchtert. Marzahn, mit seinen großen Migrant:innengemeinden, bleibt ein Brennpunkt für Bedrohungen gegen queere Geflüchtete und andere marginalisierte Gruppen.

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Die Veranstaltung will Sichtbarkeit und Widerstand in Zeiten anhaltender Herausforderungen behaupten. Organisator:innen und lokale Verantwortliche bleiben wachsam, denn frühere Vorfälle zeigen, wie notwendig weiterhin Vorsicht ist. Der Umzug und das Fest finden wie geplant statt – als Raum für Feier und Solidarität.

Quelle