Mecklenburg-Vorpommern kämpft um gestopptes Ostsee-Stromkabel nach Schweden
Hans D. FinkeMV plant wieder aufleben lassen Pläne für Stromleitung nach Schweden - Mecklenburg-Vorpommern kämpft um gestopptes Ostsee-Stromkabel nach Schweden
Mecklenburg-Vorpommern treibt Wiederbelebung des gestoppten Energieprojekts zwischen Deutschland und Schweden voran
Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern setzt sich für die Wiederbelebung des eingestellten Energieprojekts Hansa PowerBridge ein, das Deutschland und Schweden durch ein Seekabel in der Ostsee verbinden soll. Nach der anfänglichen Ablehnung des Vorhabens durch Schweden im Jahr 2024 gibt es nun neue diplomatische Bemühungen, das Projekt wieder auf die Agenda zu setzen.
Schweden hatte den Hansa PowerBridge 2024 mit Verweis auf Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und der Energieunabhängigkeit abgelehnt. Doch bis März 2026 änderte die Regierung Tidholm ihre Haltung. Ausschlaggebend waren der Druck aus Deutschland sowie eine Neuausrichtung der geopolitischen Prioritäten angesichts der sich verschärfenden Energiekrise in Europa.
Ziel des Projekts ist es, den Überschuss an Windstrom aus Norddeutschland mit dem schwedischen Netz in Südschweden zu verbinden. Bei hohem Windaufkommen könnte der überschüssige Strom nach Schweden fließen, während Schweden in Spitzenlastzeiten Deutschland mit flexiblen Wasserkraftreserven versorgen und so Schwankungen bei den erneuerbaren Energien ausgleichen könnte.
Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat die Bundesregierung und die EU nun aufgefordert, das Vorhaben neu zu prüfen. Die Abgeordneten fordern Berlin auf, Gespräche mit Schweden und Norwegen – beide verfügen über große Wasserkraftkapazitäten – aufzunehmen. Zudem müssten frühere Bedenken, etwa mögliche kurzfristige Preisspitzen von bis zu 15 Prozent in Schweden, neu bewertet werden.
Die Wiederbelebung des Hansa PowerBridge könnte die Energiekooperation zwischen Deutschland und Skandinavien stärken. Bei einer Genehmigung würde das Kabel helfen, Überschüsse und Engpässe bei erneuerbaren Energien in beiden Regionen besser zu managen. Die nächsten Schritte hängen von Regierungsverhandlungen und aktualisierten Wirtschaftlichkeitsanalysen ab.






