09 June 2026, 06:14

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Mehrheit der Deutschen lehnt Abschaffung der Beleidigung von Politikern ab

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Eine neue Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen das Gesetz beibehalten möchte, das die Beleidigung von Politikern unter Strafe stellt. Die von Forsa im Auftrag von Stern und RTL durchgeführte Erhebung ergab, dass 58 Prozent für die Beibehaltung der Regelung sind, während 38 Prozent deren Abschaffung befürworten. Die Debatte entzündet sich, während die Christlich Demokratische Union (CDU) auf eine Streichung des Gesetzes drängt.

Die Umfrage, die am 4. und 5. Juni 2026 mit 1.007 Teilnehmenden durchgeführt wurde, offenbart regionale Unterschiede: In Westdeutschland sprechen sich 59 Prozent für die Beibehaltung des Gesetzes aus, in Ostdeutschland sind es 52 Prozent. Trotz dieser Differenz überwiegt in beiden Landesteilen die Mehrheit der Befürworter.

Die Unterstützung variiert jedoch stark nach politischer Ausrichtung. Wähler der Linken (65 Prozent) und der Grünen (72 Prozent) wollen das Gesetz mehrheitlich behalten. Gleichzeitig befürworten 60 Prozent der Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) dessen Abschaffung. Bei den Wählern der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und der CDU/CSU lehnen jeweils 84 Prozent eine Streichung ab – eine größere Geschlossenheit als bei ihren Parteispitzen in der Koalition.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die SPD kritisiert den Vorstoß der CDU als unglücklich gewählt. Parteivertreter argumentieren, dass die Abschaffung des Gesetzes den Schutz von Personen des öffentlichen Lebens in einer sensiblen Phase schwächen könnte.

Die Ergebnisse verdeutlichen eine klare Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und der Haltung der CDU. Da die Mehrheit der Wähler – insbesondere von SPD, CDU/CSU, Grünen und Linken – das bestehende Gesetz unterstützt, könnte ein Versuch, es abzuschaffen, auf erheblichen Widerstand stoßen. Die Umfrageergebnisse deuten zudem auf regionale und politische Spannungen in der Debatte um Meinungsfreiheit und den rechtlichen Schutz von Politikern hin.

Quelle