04 May 2026, 10:16

Merz warnt SPD mit scharfen Worten: "Keine höheren Steuern unter meiner Führung"

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeskanzler Joachim Gauck schütteln sich lachend vor einem "EU-Gipfel"-Schild mit einer Tür im Hintergrund die Hände.

Merz warnt SPD mit scharfen Worten: "Keine höheren Steuern unter meiner Führung"

Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Koalitionspartner von der SPD in ungewöhnlich scharfen Worten gewarnt. Mit bemerkenswerter Deutlichkeit forderte er die Partei auf, ihre Steuerpläne zurückzufahren. Seine Äußerungen deuten auf wachsende Spannungen in der Wirtschaftspolitik innerhalb der Regierung hin.

In einem Auftritt in der ARD-Sendung Caren Miosga richtete Merz sich direkt an SPD-Chef Lars Klingbeil. Er machte unmissverständlich klar, dass höhere Steuern für Spitzenverdiener unter seiner Führung nicht durchkommen würden. „Er muss begreifen, dass das mit der CDU/CSU nicht passieren wird“, betonte Merz. „Und auch nicht mit mir.“

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Der Kanzler unterstrich zudem, dass Kompromisse nur im gegenseitigen Geben und Nehmen möglich seien. „Kompromiss ist keine Einbahnstraße“, sagte er. Zwar werde er keine alternative Mehrheit suchen, doch dürfe dies nicht mit grenzenloser Flexibilität verwechselt werden.

Merz beharrte darüber hinaus darauf, dass es in Deutschland keine linke Mehrheit gebe. „Ich habe keinen Auftrag, die Union zu zerstören“, erklärte er. „In dieser Koalition muss die Union Gehör finden.“ Seine Aussagen spiegeln eine zunehmend unnachgiebige Haltung gegenüber den fiskalpolitischen Vorhaben der SPD wider.

Die klaren Worte des Kanzlers setzen in der Steuerpolitik eine deutliche Grenze. Gleichzeitig zeigen sie die Herausforderungen, die Einheit der Koalition zu wahren. Da beide Seiten auf ihren Positionen beharren, dürften weitere Verhandlungen auf erhebliche Hindernisse stoßen.

Quelle