Mieterbund fordert einkommensabhängige Verteilung der Modernisierungskosten
Elfriede WielochMieterbund fordert einkommensabhängige Verteilung der Modernisierungskosten
Der Präsident des deutschen Mieterbunds, Axel Gedaschko, hat dringende Änderungen bei der Verteilung von Modernisierungskosten auf Mieter gefordert. Er kritisierte die aktuellen Regelungen als ungerecht und plädierte dafür, die Höhe der Beteiligung an den Kosten am Einkommen der Haushalte auszurichten.
Nach dem derzeitigen System können Vermieter die vollen Sanierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko verwies auf einen Fall, in dem eine alleinerziehende Krankenschwester dieselbe Mieterhöhung tragen musste wie ein Paar mit doppeltem Einkommen. Dies bezeichnete er als ungerecht und auf Dauer nicht tragbar.
Stattdessen schlug Gedaschko ein gestuftes Modell vor, bei dem einkommensstärkere Mieter einen größeren Anteil der Modernisierungskosten übernehmen. Er forderte die Regierungskoalition auf, die Reformen unverzüglich umzusetzen.
Der Mieterbund-Chef betonte, dass einkommensabhängige Beiträge die finanzielle Belastung für Haushalte mit geringeren Einkommen verringern würden. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über steigende Lebenshaltungskosten im Land.
Der Aufruf zu Reformen kommt zu einer Zeit, in der viele Mieter mit drastischen Mietsteigerungen aufgrund von Gebäudesanierungen kämpfen. Eine Umstellung auf einkommensbasierte Kostenbeteiligung könnte die Verteilung der Modernisierungskosten grundlegend verändern. Vermieter und Politiker stehen nun unter Druck, das aktuelle System zu überdenken.






