Netzausbau stockt: Warum die Energiewende in Süddeutschland ins Stottern gerät
Elfriede WielochNetzausbau stockt: Warum die Energiewende in Süddeutschland ins Stottern gerät
Netzbetreiber, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um die Herausforderungen beim Ausbau des Stromnetzes zu erörtern. Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hatte die Veranstaltung organisiert, an der wichtige regionale Akteure teilnahmen. Steigende Nachfrage und der Ausbau erneuerbarer Energien setzen das Netz unter Druck.
Der Strombedarf wächst durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher. Gleichzeitig nehmen Wind- und Solarenergieanlagen rasant zu. Doch die Netzkapazitäten halten mit dieser Entwicklung nicht Schritt – manche neuen Erneuerbaren-Projekte können nicht ans Netz angeschlossen werden.
Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, betonte, wie wichtig es sei, Stromerzeugung, Netzinfrastruktur, Speicherlösungen und Verbrauch aufeinander abzustimmen. Netzbetreiber wiesen zudem auf die zusätzliche Belastung durch großflächige Batteriespeichersysteme hin.
Der Regierungspräsidium Freiburg kündigte an, Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen und zu vereinfachen. Wolfgang Brücker, Geschäftsführer des Regionalverbands, forderte eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Energiewende zum Erfolg zu führen.
Das Treffen in Emmendingen unterstrich die Dringlichkeit des Netzausbaus, um erneuerbare Energien und die wachsende Nachfrage zu unterstützen. Schnellere Genehmigungsprozesse und bessere Koordination gelten als entscheidende Schritte. Ohne sie drohen weitere Verzögerungen bei neuen Erneuerbaren-Projekten und der steigenden Stromnachfrage.
