Neubulach streicht kostenlosen Nahverkehr für Touristen – zu wenige Nutzer
Margot RudolphNeubulach streicht kostenlosen Nahverkehr für Touristen – zu wenige Nutzer
Neubulach stellt kostenlosen ÖPNV für Touristen ein – zu geringe Nachfrage
Nach Jahren geringer Inanspruchnahme hat Neubulach sein Angebot für kostenlosen Nahverkehr für Touristen beendet. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, aus dem Konus-Ticket-Programm auszusteigen und verwies auf die minimalen Nutzerzahlen. Als praktikable Alternative für Besucher wurde das bundesweite Deutschlandticket genannt.
Die Gemeinde hatte das Konus-Ticket über Jahre finanziert: 2023 flossen rund 7.300 Euro für knapp 15.000 Übernachtungen, 2024 stiegen die Kosten auf etwa 9.500 Euro bei fast 19.000 Übernachtungen. Doch die Auslastung blieb verschwindend gering – nur zwölf Tickets wurden 2023 ausgestellt, 2024 waren es gerade einmal fünf.
Stellvertretender Bürgermeister Lars Dannenmann betonte, dass das Angebot für Touristen kaum attraktiv sei, da die meisten mit dem Auto anreisten. Die Verwaltung hatte bereits wegen der Ineffizienz des Systems den Ausstieg empfohlen. Mit der Einführung des Deutschlandtickets, einer bundesweiten Flatrate für den Nahverkehr, verlor das lokale Angebot weiter an Bedeutung. Die Entscheidung des Rates spiegelt einen generellen Wandel in der Verkehrspolitik wider. Obwohl Neubulach jährlich Tausende investierte, machte die geringe Nutzung das Programm auf Dauer unhaltbar. Damit endet eine langjährige, aber kaum genutzte Leistung für Gäste.
Der Ausstieg aus dem Konus-Ticket spart der Gemeinde künftig Tausende Euro im Jahr. Touristen müssen nun auf das Deutschlandticket oder private Verkehrsmittel ausweichen. Der Beschluss zeigt sowohl finanzielle Vernunft als auch veränderte Reisegewohnheiten.