NRW kämpft für besseren Mutterschutz für selbstständige Frauen bundesweit
Hans D. FinkeNRW kämpft für besseren Mutterschutz für selbstständige Frauen bundesweit
Nordrhein-Westfalen treibt besseren Mutterschutz für Selbstständige in ganz Deutschland voran
Das Bundesland hat mit einer Bundesratsinitiative, einer Machbarkeitsstudie und der Unterstützung von Wirtschaftsverbänden die Debatte vorangetrieben. Nun kamen in Berlin Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und Aktivist:innen zu einem entscheidenden Austausch über die nächsten Schritte zusammen.
Jährlich bringen in Deutschland rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt – ohne den gleichen gesetzlichen Schutz wie Angestellte. Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat konkrete Vorschläge vorgelegt, um diese Lücke zu schließen. Dazu gehört eine einmalige Pauschalzahlung, die entgangene Einnahmen während der Mutterschutzzeit ausgleichen soll.
Die Landesregierung fordert seit Langem einen gesetzlichen Mutterschutz für Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft nicht als Berufsrisiko behandelt werden dürfe. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen eines Gipfeltreffens im Wirtschaftsministerium, bei dem erörtert wurde, wie neue Schutzmechanismen in der Praxis umgesetzt werden könnten.
Die Ergebnisse der von Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie werden im Juli erwartet. Die Untersuchung soll Klärung über Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen für eine Ausweitung des Schutzes bringen. Hinter den Plänen steht ein breites Bündnis aus Wirtschaftsverbänden und Frauenrechtsorganisationen.
Das Berliner Treffen markierte einen wichtigen Schritt zur Schließung einer langjährigen Schutzlücke. Wird das Modell der WHKT übernommen, erhielten tausende selbstständige Mütter während der Schwangerschaft und nach der Geburt finanzielle Sicherheit. Die im Juli vorgestellten Studienergebnisse werden zeigen, ob die Pläne auf Bundesebene vorankommen.






