Oktoberfest-Eklat: Thüringen und Franken streiten um die erste deutsche Bratwurstbude
Hans D. FinkeOktoberfest-Eklat: Thüringen und Franken streiten um die erste deutsche Bratwurstbude
Ein hitziger Streit über die Ursprünge des ersten deutschen Würstchenstands eskalierte bei diesem Jahrs Oktoberfest zu einer handfesten Auseinandersetzung. Die Kontroverse zwischen Thüringen und Franken zog die Blicke auf sich, als das Festgelände wegen Überfüllung kurzzeitig geschlossen werden musste. Trotz des Andrangs drehte sich der Disput um historische Ansprüche auf den frühesten Verkauf von Bratwürsten.
Thüringen berief sich auf ein Dokument aus Erfurt von 1269, das ein tugurio assatoris – eine Brathütte – erwähnt, auch wenn Historiker einräumen, dass darin nicht explizit von Bratwürsten die Rede ist. Franken konterte mit einem schriftlich festgehaltenen Rezept aus Nürnberg von 1419 sowie dem ersten Würstchenhaus der Stadt.
Ein Boxkampf entschied den historischen Streit vorerst zugunsten Thüringens. Nach der kurzen Schließung kehrten die Festbesucher auf das Gelände zurück, doch die Diskussionen über Besuchermanagement hielten an. Das Ereignis unterstrich nicht nur den kulturellen Stolz rund um die Bratwurst, sondern auch die logistischen Herausforderungen bei der Ausrichtung großer Volksfeste.






