05 June 2026, 18:12

Olympia-Bewerbung Deutschlands wackelt: Berlin und Hamburg kämpfen um Zustimmung

Berlin und Olympia

Olympia-Bewerbung Deutschlands wackelt: Berlin und Hamburg kämpfen um Zustimmung

Deutschlands Bewerbung um die Olympischen Spiele steht auf der Kippe, während politische und öffentliche Widerstandswellen anschwellen. Berlin und Hamburg bleiben die beiden Hauptanwärter, doch beide Städte müssen rechtliche Hürden und Skepsis in der Bevölkerung überwinden. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September seine endgültige Entscheidung treffen – nur wenige Tage nach der Berliner Landtagswahl.

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Die Wahl des DOSB hängt maßgeblich vom Ausgang der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September ab. Eine Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse könnte das Ergebnis beeinflussen, wenn der Verband sechs Tage später zusammentritt. Bisher hat nur das Berliner Abgeordnetenhaus der Bewerbung zugestimmt – mit Unterstützung von CDU, SPD, AfD und einer einzelnen Abgeordneten der Linken.

Hamburgs Weg ist noch steiniger. Die Bürgerschaft verfügt nicht über die notwendige Zweidrittelmehrheit, um ein Referendum einzuberufen – eine Hürde, die bereits die Bewerbung für 2024 scheitern ließ, als 51,6 Prozent der Wähler die Spiele ablehnten. Währenddessen zeigen München und Nordrhein-Westfalen starke öffentliche Rückendeckung: Rund zwei Drittel der Einwohner stehen den Spielen positiv gegenüber.

In Berlin kämpft die Initiative „NoOlympia“ für eine Volksabstimmung gegen die Bewerbung. Doch rechtliche Fristen machen ein solches Referendum erst 2027 möglich – lange nach der DOSB-Entscheidung. Trotz dieser Unsicherheit haben Bürgermeister Kai Wegner und Sportchef Kaweh Niroomand Bedenken wegen einer möglichen Ablehnung zurückgewiesen und betonen, die Bewerbung bleibe realistisch.

Die DOSB-Entscheidung am 26. September wird über Deutschlands olympische Zukunft bestimmen. Berlins Bewerbung könnte noch 2027 einer Volksabstimmung unterzogen werden, während Hamburgs politische Blockade die Stadt benachteiligt. Das Ergebnis hängt von der anstehenden Wahl ab – und davon, ob der Verband einen klaren Weg nach vorn erkennt.

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