Paul Wanner wechselt die Nationalmannschaft und entscheidet sich für Österreich statt Deutschland
Hagen SieringPaul Wanner wechselt die Nationalmannschaft und entscheidet sich für Österreich statt Deutschland
Paul Wanner hat sich entschieden, auf internationaler Ebene für Österreich aufzulaufen, und damit eine mögliche Berufung in die deutsche A-Nationalmannschaft abgelehnt. Der 21-jährige Mittelfeldspieler, der 2025 vom FC Bayern München zu PSV Eindhoven gewechselt war, vollzog den Verbandwechsel Anfang März 2026 – nachdem er zuvor bereits für die deutsche U21 gespielt hatte. Seine Entscheidung folgt auf jahrelange Spekulationen und eine enge familiäre Verbindung zu Österreich.
Wanner wurde in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters geboren und wuchs in Amtzell, einer Stadt nahe der österreichischen Grenze, auf. Mit nur 13 Jahren wechselte er in die Jugendabteilung des FC Bayern München, bevor er 2025 für 15 Millionen Euro zu PSV Eindhoven wechselte. Inzwischen ist er Stammspieler in der Eredivisie, und seine Vereinskarriere bleibt von seiner Nationalmannschafts-Entscheidung unberührt.
Julian Nagelsmann hatte geplant, Wanner bereits im November 2021 erstmals in die deutsche A-Nationalmannschaft zu berufen. Doch nach seinem Einsatz im U21-EM-Finale im Sommer 2025 entschied sich der Spieler stattdessen für Österreich. Ralf Rangnick, Österreichs Teamchef, spielte dabei eine Schlüsselrolle – Wanner äußerte die Hoffnung, dass Rangnick das Team auch über die WM 2026 hinaus weiterführen wird.
Auch familiäre Bindungen beeinflussten die Entscheidung: Wanners österreichische Großeltern sollen seine Wahl begeistert aufgenommen haben, was dem Wechsel eine persönliche Note verleiht. Zwar war ein WM-Platz nicht sein einziges Motiv, doch der Mittelfeldspieler – der sich selbst am liebsten als klassische "Zehn" sieht – blickt nun optimistisch auf seine Zukunft in der österreichischen Nationalmannschaft.
Mit dem Verbandwechsel endet Wanners Spielberechtigung für Deutschland, wo er einst in Jugendnationalteams aktiv war. Sein Bekenntnis zu Österreich fällt in eine Phase, in der er sich bei PSV Eindhoven etabliert und sich nun auf die internationale Karriere unter Rangnick konzentriert. Die Entscheidung markiert damit eine klare Wende – sowohl sportlich als auch persönlich.






