21 April 2026, 10:19

Pistorius plant radikale Reform der Bundeswehr-Reservisten bis 70 Jahre

Altes Buch mit Papieren, die Text und Bilder zu den Auswirkungen und Budgets von Militärpersonal enthalten.

Pistorius plant radikale Reform der Bundeswehr-Reservisten bis 70 Jahre

Bundeswehrminister plant Reform der Reservekräfte

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius will die Reservekräfte Deutschlands grundlegend umgestalten. Am Mittwoch stellt er eine neue Strategie vor, die tiefgreifende Änderungen vorsieht. Noch in diesem Sommer soll ein Gesetzentwurf folgen – das Reservistenstärkungsgesetz.

Ziel der Reformen ist es, die Fähigkeiten und Erfahrungen der Reservistinnen und Reservisten besser zu nutzen. Bisher können Arbeitgeber die Einberufung zu Übungen blockieren, doch dieses Recht entfällt künftig. Auch das Prinzip der freiwilligen Mitwirkung von Unternehmen wird abgeschafft.

Die Altersgrenze für Reservisten steigt von 65 auf 70 Jahre. Begründet wird dies damit, dass Menschen heute länger fit bleiben und über das traditionelle Renteneintrittsalter hinaus arbeiten. Die Änderungen gelten für jüngere wie ältere Rekruten und sollen so ein breiteres Spektrum an Expertise sichern.

Künftig wird die Planung strukturierter ablaufen: Mit klaren Jahreszielen für die Anzahl der Reservisten in Übungen. Die Strategie sieht zudem bessere Ausstattung und sinnvollere Ausbildungsmöglichkeiten vor. Verteidigungsbeamte betonen, dass die beruflichen und lebenspraktischen Erfahrungen der Reservisten nicht ungenutzt bleiben dürfen.

Die neuen Regeln geben dem Militär mehr Flexibilität bei der Mobilmachung von Reservisten. Arbeitgeber können Einberufungen nicht mehr verhindern, und ältere Reservisten können fünf Jahre länger dienen. Langfristig sollen die Reformen die Reservekapazitäten Deutschlands deutlich stärken.

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