18 December 2025, 19:00

Podiumsdiskussion ehrt Siegmund Rotstein – ein Leben für die jüdische Gemeinde Chemnitz

Ein älterer Mann in einem Hemd hält ein Glas und lächelt, neben einer Frau in einem blauen Kleid mit Ohrringen und einer Kette stehend, ebenfalls ein Glas haltend, mit Medaillen und einem Kalender auf der weißen Wand im Hintergrund.

Podiumsdiskussion ehrt Siegmund Rotstein – ein Leben für die jüdische Gemeinde Chemnitz

Podiumsdiskussion erinnert an Chemnitzer Ehrenbürger Siegmund Rotstein

Einladung zur Veranstaltung Am Mittwoch, dem 3. Dezember, um 16 Uhr sind Interessierte zu einer Podiumsdiskussion zu Ehren von Siegmund Rotstein in den Grünen Salon des Rathauses Chemnitz, Markt 1, eingeladen. Der Chemnitzer Ehrenbürger wäre am 30. November 2025 100 Jahre alt geworden. Der Eintritt ist frei, aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird jedoch um Anmeldung bis zum 1. Dezember unter www.chemnitz.de/rotstein gebeten. An der Diskussion beteiligen sich Weggefährten, Familie und Freunde: Marion Rotstein, Tochter von Siegmund Rotstein, Dr. Peter Seifert, ehemaliger Oberbürgermeister, Renate Aris, langjähriges Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde, sowie der Historiker Dr. Jürgen Nitsche. Sie werden Erinnerungen austauschen, Anekdoten erzählen und ein lebendiges Bild dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit zeichnen. Siegmund Rotstein stand 40 Jahre lang als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Chemnitz vor. In seiner Geburtsstadt erlebte er die Verfolgung durch die Nationalsozialisten am eigenen Leib. Nach seiner Deportation kehrte er nach Chemnitz zurück und baute das Gemeinschaftsleben dort wieder auf. Weitere Informationen unter www.chemnitz.de/ehrenbuerger.

Veröffentlichungsdatum: 18. November 2025

Schlagwörter: Krieg und Konflikte, Politik, Allgemeine Nachrichten

Am 3. Dezember 2025 findet im Grünen Salon des Chemnitzer Rathauses eine Podiumsdiskussion statt, die an Siegmund Rotstein – eine prägende Persönlichkeit der Chemnitzer jüdischen Gemeinde – erinnert. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr und steht allen Interessierten offen.

Geboren in Chemnitz, wurde Siegmund Rotstein während des Zweiten Weltkriegs als jüdischer Kaufmann in Wien von den Nationalsozialisten verhaftet und 1945 deportiert. Trotz dieser traumatischen Erfahrungen kehrte er später in seine Heimatstadt zurück und widmete sich jahrzehntelang dem Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde.

Die Diskussion bietet die Gelegenheit, über Rotsteins Vermächtnis und die Widerstandsfähigkeit der Chemnitzer jüdischen Gemeinschaft nachzudenken. Als Vorsitzender prägte er die Gemeinde über vier Jahrzehnte hinweg. Teilnehmer der Veranstaltung erhalten aus erster Hand Einblicke in sein Wirken und seinen Einfluss auf die Stadt.