07 June 2026, 20:16

Protest gegen Kürzung der italienisch-deutschen Zweisprachigkeitskurse in Wolfsburg

Weniger Italienisch-Kurse an der IGS: Widerstand formiert sich

Protest gegen Kürzung der italienisch-deutschen Zweisprachigkeitskurse in Wolfsburg

Eine Online-Petition hat in nur vier Tagen über 550 Unterschriften gesammelt, um gegen die Kürzung der zweisprachigen Italienisch-Kurse an der Wolfsburgener Leonardo-da-Vinci-Schule zu protestieren. Das Programm, das von der ersten Klasse bis zum Abitur läuft, steht nun trotz seiner langjährigen Bedeutung im städtischen Bildungssystem vor erheblichen Einschnitten.

Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Gesamtschule bietet derzeit einen einzigartigen deutsch-italienischen Zweisprachigkeitszweig an. Es handelt sich um das einzige Angebot dieser Art in Wolfsburg, das jedoch aktuell unter 70 Prozent Auslastung betrieben wird. Nach den geplanten Änderungen soll ab dem nächsten Schuljahr nur noch eine bilingual unterrichtete Klasse erhalten bleiben.

Eltern und Pädagogen betonen die Vorteile der zweisprachigen Bildung. Viele argumentieren, dass eine Reduzierung des Programms dessen Wirksamkeit untergraben und die Chancen der Schüler*innen einschränken würde. Die Petition fordert die Stadtverantwortlichen und Schulbehörden direkt auf, die Entscheidung rückgängig zu machen, und besteht darauf, dass mindestens zwei italienisch-bilinguale Klassen erhalten bleiben müssen.

Die Verbindungen Wolfsburgs zu Italien reichen tief: Seit den 1960er-Jahren haben sich rund 60.000 italienische Migrant*innen in der Stadt niedergelassen. Ihr Einfluss prägte die lokale Kultur, sodass das bilingualen Programm zu einem zentralen Bestandteil der städtischen Identität wurde.

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Die schnelle Unterstützung für die Petition zeigt den starken Widerstand gegen die geplanten Kürzungen. Sollte die Entscheidung bestehen bleiben, wird nur eine einzige bilingual unterrichtete Klasse fortgeführt, was die Wahlmöglichkeiten für die Schüler*innen verringert. Ob das Programm in seinem bisherigen Umfang erhalten bleibt, hängt nun davon ab, ob die Verantwortlichen in Stadt und Schule die Zukunft des Angebots neu bewerten.

Quelle