Protest mit veganem Hack-Hakenkreuz: Linksextreme stören AfD-Frühstück in Heidenheim
Hagen SieringProtest mit veganem Hack-Hakenkreuz: Linksextreme stören AfD-Frühstück in Heidenheim
Linksextreme Aktivist:innen haben eine Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim gestört, indem sie ein Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch formten. Bei der Aktion, für die sich eine Gruppe aus dem Umfeld des Zentrums für Politische Schönheit verantwortlich erklärte, stand um das Symbol herum der Schriftzug „Hütet euch vor der NSAFD“. Die Polizei ermittelt mittlerweile wegen möglicher Verstöße gegen geltendes Recht.
Die Aktivist:innen hatten sich heimlich im selben Hotel einquartiert, in dem die AfD-Veranstaltung stattfand, um Zugang zu erhalten. Vor Ort formten sie 1,2 Kilogramm veganes Hackfleisch zu einem Hakenkreuz und präsentierten es öffentlich. Einige Teilnehmer:innen berichteten später, sie hätten sich nach der Protestaktion von AfD-Politiker:innen bedroht gefühlt.
Das Zentrum für Politische Schönheit, bekannt für provokante Aktionen, hatte die AfD bereits zuvor ins Visier genommen. Im vergangenen Sommer unterbrach die Gruppe etwa ein ARD-Interview mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel im Berliner Regierungsviertel.
Der Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte die jüngste Aktion als „Schande“ und riet den Aktivist:innen, „sich lieber um einen Job zu bemühen“ statt Proteste zu inszenieren.
Nun prüft die Polizei, ob die Darstellung des Symbols gegen Gesetze zum Verbot verfassungsfeindlicher Zeichen verstößt. Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die anhaltenden Spannungen zwischen rechtsextremen und linksextremen Gruppen in Deutschland. Bislang haben die Behörden noch keine Anklagen erhoben oder weitere Schritte angekündigt.
