Regionalverkehr in Gefahr: Drohen massive Streichungen bei Zügen und Bussen?
Margot RudolphRegionalverkehr in Gefahr: Drohen massive Streichungen bei Zügen und Bussen?
Drohen massive Kürzungen im Regionalverkehr: Ohne zusätzliche Mittel streicht Deutschland Verbindungen
Die regionalen Verkehrsnetze in Deutschland stehen vor drastischen Einschnitten, sofern nicht bald zusätzliche Gelder fließen. Die 16 Bundesländer erhalten derzeit jährlich 12 Milliarden Euro aus dem Regionalisierungsfonds – doch nach Angaben von Verantwortlichen reicht dies nicht mehr aus. Ohne mehr Geld könnten in den kommenden Jahren Zug- und Busverbindungen stark ausgedünnt werden.
Die Warnung kam von der Verkehrsministerkonferenz, die betonte, dass bis 2031 weitere 14 Milliarden Euro benötigt werden. Diese Mittel seien unverzichtbar, um das aktuelle Angebot aufrechtzuerhalten. Sollten die Gelder ausbleiben, könnten Kommunen gezwungen sein, Strecken stillzulegen und Takte auszu dünnen.
Die Verantwortung für die Beschaffung der zusätzlichen Mittel liegt beim Bund. Die Regionalisierungsmittel, Hauptfinanzierungsquelle des Nahverkehrs, müssten aufgestockt werden, um Einschränkungen zu vermeiden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat sich bisher jedoch geweigert, eine Erhöhung zuzusagen. Er verwies auf die knappe Entscheidungsfrist – die Zukunft vieler Verbindungen bleibt damit ungewiss.
Alles hängt nun davon ab, ob Berlin die Regionalisierungsmittel rechtzeitig aufstockt. Fehlen die zusätzlichen 14 Milliarden Euro, wird es für die Verkehrsbetriebe schwer, den heutigen Bus- und Bahnbetrieb aufrechtzuerhalten. Fahrgäste in ganz Deutschland müssen sich sonst auf weniger Züge und längere Wartezeiten einstellen, falls keine Einigung gelingt.






