Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden: Öffentliche Anhörungen im Juli 2026 entscheiden über Zukunft des Großprojekts
Margot RudolphRhein-Vertiefung bei Rheinfelden: Öffentliche Anhörungen im Juli 2026 entscheiden über Zukunft des Großprojekts
Großprojekt zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden: Öffentliche Anhörungen im Juli 2026
Ein bedeutendes Vorhaben zur Vertiefung des Rheins in der Nähe von Rheinfelden nimmt konkrete Formen an: Für Anfang Juli 2026 sind öffentliche Anhörungen geplant. Das von der naturenergie hochrhein AG geleitete Projekt zielt darauf ab, die Stromerzeugung zu steigern, indem der Flussgrund oberhalb und unterhalb des Rheinfelder Wasserkraftwerks umgestaltet wird. Lokale Behörden, Umweltschutzorganisationen und Anwohner bereiten sich nun darauf vor, ihre Bedenken und Standpunkte zum Vorhaben vorzutragen.
Die Anhörungen finden am Mittwoch, 1. Juli 2026, und Donnerstag, 2. Juli 2026, jeweils ab 10 Uhr im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen statt. Ob die Öffentlichkeit Zugang erhält, hängt von der Zustimmung der direkt am Verfahren beteiligten Parteien ab.
Schwerpunktthemen der Diskussionen sind die ökologischen Auswirkungen des Projekts, insbesondere auf den Oberrhein, sowie die vorgeschlagenen Ausgleichsmaßnahmen für mögliche Schäden an den Wasserwegen. Zudem werden während der Sitzungen Stellungnahmen und Einsprüche von Gemeinden, Unternehmen und Bürgern geprüft.
Falls das Projekt genehmigt wird, sollen die Bauarbeiten etwa zweieinhalb Jahre dauern. Dabei werden voraussichtlich 35.000 Kubikmeter Gestein an jeder der beiden Hauptbaustellen ausgehoben. Um den Abtransport des Materials zu bewältigen, sind zwei temporäre Anlegestellen auf der deutschen Rheinseite geplant, von denen aus Lkw das Aushubmaterial effizient abtransportieren können.
Die Ergebnisse der Anhörungen werden die Zukunft der Initiative «Rheinfelden 20plus» maßgeblich prägen. Die in diesen Sitzungen getroffenen Entscheidungen bestimmen, ob das Projekt umgesetzt wird und wie seine ökologischen sowie logistischen Herausforderungen bewältigt werden. Die endgültige Entscheidung wird zudem das Feedback aller betroffenen Parteien berücksichtigen, bevor mit den Arbeiten begonnen wird.
