03 April 2026, 00:24

S11-Bahnstrecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach wird für 836 Millionen Euro modernisiert

Ein blau-weißer Zug fährt durch eine große Bahnhofshalle mit einer Plattform auf der rechten Seite und einer Wand im Hintergrund, unter einer Decke mit Stangen und Lampen.

S11-Bahnstrecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach wird für 836 Millionen Euro modernisiert

S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln erhält großes Upgrade nach 305-Millionen-Zusage von NRW

Die S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor einer umfassenden Modernisierung, nachdem Nordrhein-Westfalen (NRW) 305 Millionen Euro für das Projekt bewilligt hat. Die Planfeststellung ist nun abgeschlossen, sodass die DB InfraGO mit Ausschreibungen für Bauleistungen und Streckenstilllegungen beginnen kann. Pendler müssen sich jedoch auf erhebliche Einschränkungen in den kommenden Jahren einstellen.

Die Erweiterung der S11 umfasst den Bau eines zweiten Gleises, den Ausbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach sowie einen neuen Haltepunkt in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen entlang der Strecke barrierefrei umgebaut. Nach Fertigstellung sollen die Züge im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in Stoßzeiten fast alle fünf Minuten.

Das Gesamtbudget des Projekts beläuft sich mittlerweile auf 836 Millionen Euro, wobei der Bund 531 Millionen Euro beisteuert. Trotz der Finanzierung bleibt der geplante Fertigstellungstermin Anfang 2032 unsicher, da es Überschneidungen mit anderen Infrastrukturvorhaben gibt. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass bis zu diesem Sommer alle Baugenehmigungen vorliegen. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda hingegen geht davon aus, dass die Arbeiten frühestens Ende 2030 beginnen könnten.

Erste längere Vollsperrungen sind bereits kurz nach Ostern vorgesehen. Vom 10. April bis 3. Juli 2026 wird die Strecke für den Bau eines digitalen Stellwerks in Mülheim gesperrt. Weitere Einschränkungen folgen vom 9. Juli bis 15. Oktober 2027 im Rahmen des Umbaus der Bahnhöfe Holweide und Dellbrück.

Das Projekt sieht sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, darunter beengte Baustellenflächen in dicht besiedelten Gebieten sowie die Koordination mit anderen laufenden Vorhaben wie dem KVB-Ausbau und der Modernisierung des DB-Netzes. Fachkräftemangel und Konkurrenz um Fördermittel zwischen verschiedenen Schienenprojekten könnten den Fortschritt zusätzlich verzögern.

Ziel des S11-Ausbaus ist es, die Kapazitäten und Barrierefreiheit auf der Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln zu verbessern. Pendler müssen sich während der Bauarbeiten auf langfristige Beeinträchtigungen einstellen – die ersten größeren Sperrungen beginnen 2026. Wann das Projekt tatsächlich abgeschlossen sein wird, bleibt aufgrund von Planungs- und Logistikproblemen jedoch ungewiss.

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