Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte gegen Fachkräftemangel und Demografie-Probleme
Hans D. FinkeSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte gegen Fachkräftemangel und Demografie-Probleme
Ausländische Arbeitskräfte prägen zunehmend den Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt
Die Bedeutung von ausländischen Beschäftigten für den Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt wächst rasant. Mittlerweile beschäftigt fast jedes vierte Unternehmen internationale Mitarbeiter – ein deutlicher Wandel in der Struktur der regionalen Belegschaften. Experten zufolge ist dieser Trend entscheidend, um die demografischen Herausforderungen zu bewältigen.
Innerhalb des letzten Jahrzehnts stieg die Zahl der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen-Anhalt um 308 Prozent. Allein zwischen Juni 2024 und Juni 2025 erhöhte sich ihre Zahl um 5.560. Heute stammen knapp 9 Prozent aller Beschäftigten in der Region aus dem Ausland.
Zwischen 2020 und 2025 nahm die Anzahl der Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte einstellen, um 3.492 zu – ein Anstieg um 43 Prozent. Dennoch beschäftigen noch immer fast drei Viertel der Betriebe in Sachsen-Anhalt keine internationalen Mitarbeiter. Größere Unternehmen stellen dabei deutlich häufiger ausländisches Personal ein als kleinere.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung. Seiner Ansicht nach ist die Gewinnung ausländischer Fachkräfte unerlässlich, um die Folgen des demografischen Wandels – eine alternde Bevölkerung und ein schrumpfender Arbeitsmarkt – abzufedern.
Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei der Beschäftigung von Ausländern in Sachsen-Anhalt. Die Integration internationaler Arbeitskräfte gilt mittlerweile als Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche Stabilität der Region. Unternehmen und Politiker setzen zunehmend auf Strategien, um dieses Wachstum zu fördern.
