09 February 2026, 20:38

Sachsen erhält 193,5 Millionen Euro aus dem 500-Milliarden-Fonds für Bildung und Forschung

Eine Zeichnung der Universität Hamburg, ein großes Gebäude mit vielen Fenstern, begleitet von beschreibendem Text.

Fast 194 Millionen Euro für Universitäten und Kindergärten in Sachsen - Sachsen erhält 193,5 Millionen Euro aus dem 500-Milliarden-Fonds für Bildung und Forschung

Im März 2025 wurde ein 500-Milliarden-Euro-Sonderfonds für Infrastruktur und Klimaschutz bewilligt. Das Geld soll unter den deutschen Bundesländern aufgeteilt werden, wobei Sachsen einen Anteil für Bildung, Forschung und Kinderbetreuung erhält. Kritiker monieren jedoch, dass die Mittel bei Weitem nicht ausreichen.

Der bundesweite, schuldenfinanzierte Fonds wird im Rahmen des LuKIFG-Gesetzes 100 Milliarden Euro an die Länder verteilen. Sachsen-Anhalt erhält davon 2,61 Milliarden Euro, die zwischen Landesministerien und Kommunen aufgeteilt werden. Die genauen Zahlen für Sachsen stehen noch nicht fest, doch das Land entscheidet selbst, wie es seinen Anteil für frühkindliche Betreuung, Hochschulen und Forschung einsetzt.

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Sachsen soll über vier Jahre hinweg rund 193,5 Millionen Euro erhalten. Die Mittel fließen in die Sanierung von Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie in den Ausbau von Kita-Plätzen. Die jährlichen Zahlungen an Sachsen werden voraussichtlich etwa 48,4 Millionen Euro betragen.

Die Reaktionen auf die Förderung fallen gemischt aus. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) begrüßte die Einigung, äußerte aber Bedenken, ob die Summe ausreiche. Andreas Keller von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte Investitionen in Höhe von Hunderten Milliarden Euro und bezeichnete die bundesweit vorgesehenen 4 Milliarden Euro als unzureichend.

Die Gelder stehen ab dem 1. Januar 2026 zur Verfügung, wobei die sächsische Landesregierung für die Verteilung zuständig ist. Zwar werden damit wichtige Bereiche wie Bildung und Forschung unterstützt, doch Gewerkschaften und Wissenschaftsorganisationen warnen, dass deutlich höhere Investitionen nötig seien. Der endgültige Verteilungsplan des Landes steht noch aus.