05 March 2026, 20:18

Sachsen reformiert Bauvorschriften: Weniger Bürokratie, mehr digitale Genehmigungen ab 2026

Ein detaillierter Entwurf des Landhauses in Dresden, Deutschland, mit einem großen Gebäude mit einem Uhrenturm, detaillierten Fenstern, Türen und einer Treppe, die zum Eingang führt, mit begleitendem Text, der seine architektonischen Merkmale beschreibt.

Sachsen vereinfacht Bauvorschriften - Sachsen reformiert Bauvorschriften: Weniger Bürokratie, mehr digitale Genehmigungen ab 2026

Sachsen plant eine grundlegende Reform seiner Bauvorschriften, um den Wohnungsbau zu beschleunigen und die Kosten zu senken. Wie das Infrastrukturministerium des Landes mitteilte, sollen bürokratische Hürden abgebaut werden, ohne dabei die Qualitätsstandards zu gefährden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Rückgangs der genehmigten Bauvorhaben in den vergangenen Jahren.

Die Zahl der bewilligten Bauprojekte in Sachsen ist stark gesunken: von 6.088 im Jahr 2020 auf nur noch 2.726 im Jahr 2024. Eine leichte Erholung auf 2.998 Genehmigungen zeigte sich in den vorläufigen Zahlen für Anfang 2025. Während die jährlichen Bewilligungen in Sachsen in den letzten fünf Jahren mit etwa 15.000 bis 17.000 stabil blieben, hinken sie damit anderen Bundesländern hinterher – etwa Bayern, wo die Genehmigungen um 12 Prozent stiegen, oder Baden-Württemberg mit einem Plus von 5 Prozent.

Staatssekretär Sören Trillenberg nannte steigende Bau- und Finanzierungskosten, Fachkräftemangel sowie zähe Genehmigungsverfahren als zentrale Herausforderungen. Um diese Probleme zu lösen, arbeitet das Ministerium an einer Novelle der Sächsischen Bauordnung. Ziel ist es, überflüssige Auflagen zu streichen und Abläufe zu verschlanken.

Ab Sommer 2026 sollen zudem digitale Baugenehmigungen Standard werden, was Anträge beschleunigen und den Zugang erleichtern wird. Die Reformen zielen darauf ab, eine verlässlichere Planungsumgebung zu schaffen und Investitionen in der Region anzukurbeln.

Mit den geplanten Änderungen will die Landesregierung Bürokratie abbauen und bis Mitte 2026 digitale Genehmigungsverfahren einführen. Die Verantwortlichen hoffen, damit den Rückgang der Bautätigkeit umzukehren und Sachsen für Bauherren und Investoren attraktiver zu machen. Im Fokus bleibt dabei, die Qualität zu wahren, während Genehmigungen schneller erteilt und die Kosten gesenkt werden.

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