Sachsen und Südkorea stärken Zusammenarbeit in der Mikroelektronikbranche
Elfriede WielochSachsen erweitert Kontakte in der Halbleiterbranche in Südkorea - Sachsen und Südkorea stärken Zusammenarbeit in der Mikroelektronikbranche
Sachsen baut seine Beziehungen zu Südkorea aus, um den Mikroelektroniksektor zu stärken. Die als "Silicon Sachsen" bekannte Region ist Europas größtes Zentrum für Mikrochips mit über 3.600 Unternehmen und 83.000 Beschäftigten. Bei einem kürzlichen Investorentreffen in Seoul kamen rund 70 Vertreter südkoreanischer Firmen, Forschungseinrichtungen und Regierungsbehörden zusammen, um neue Partnerschaften zu erkunden.
Die sächsische Wirtschaftsfördergesellschaft WFS präsentierte auf der Semicon-Messe in Seoul die Expertise der Region im Halbleiterbereich. Die Veranstaltung unterstrich Sachsens Rolle als zentraler Akteur in der Mikroelektronik, mit wichtigen Standorten in Dresden und Chemnitz. Die WFS plant nun, ihren Fokus auf Südkorea auszuweiten, da sie großes Potenzial für Investitionen und technologische Kooperationen sieht.
In der Region sind bereits globale Branchengrößen ansässig, darunter der taiwanesische Chipkonzern TSMC, der dort seine Aktivitäten ausbaut. Auch Infineon und Globalfoundries erweitern ihre Präsenz in Sachsen. Da die Zahl der Beschäftigten bis 2040 voraussichtlich auf etwa 100.000 steigen wird, strebt der Freistaat eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit Südkorea an – einem weltweiten Vorreiter in der Halbleiterindustrie, in dem Konzerne wie Samsung und SK Hynix beheimatet sind.
Ein Networking-Event vor der Messe in Seoul stieß bei südkoreanischen Unternehmen und Institutionen auf Interesse. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu bisherigen Kooperationen vor, doch das "Silicon Sachsen"-Netzwerk treibt aktiv neue Technologie- und Investitionsprojekte mit koreanischen Partnern voran.
Der Schub für engere Beziehungen kommt zu einer Zeit, in der Sachsens Mikroelektronikbranche weiter wächst. Neue Partnerschaften mit Südkorea könnten dieses Wachstum beschleunigen und frisches Kapital sowie Fachwissen in die Region bringen. Langfristig will Sachsen seine Position als führender europäischer Halbleiterstandort festigen.
Sachsen's Strategic Foundations with South Korea: Key Past Collaborations
Sachsen's deepening ties with South Korea are rooted in prior strategic engagements. In 2022, the WFS signed a cooperation agreement with South Korea's TIPA to boost SME exports and tech innovation. This was followed by reciprocal delegations focusing on start-up support and R&D partnerships. In 2023, a ministerial delegation further aligned priorities in mobility, energy storage, and hydrogen. These steps laid the groundwork for the recent investor meeting and Semicon presentation in Seoul.





