28 June 2026, 22:21

Salzgitter-Bürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen geplanter Werksschließungen und Jobabbau

"Keine Zukunftsplanung, aber der Beginn vom Ende unserer Zukunft!"

Salzgitter-Bürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen geplanter Werksschließungen und Jobabbau

Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat mit deutlicher Verärgerung auf Berichte über die Pläne von Volkswagen-Chef Oliver Blume reagiert. Er kritisierte die angedachten Werksschließungen und massiven Stellenstreichungen scharf. Solche Schritte bezeichnete Klingebiel als kurzsichtig und schädlich für die Zukunft des Konzerns.

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Im Dezember 2024 hatten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsräte und die IG Metall bei Volkswagen auf ein gemeinsames Abkommen verständigt. Die Vereinbarung umfasste den Erhalt aller VW-Standorte sowie die Verlängerung der Beschäftigungsgarantien. Zudem wurden schrittweise Personalanpassungen über einen längeren Zeitraum ermöglicht.

Klingebiel zeigte sich erschüttert, dass Blume dieses Abkommen nun öffentlich infrage stellt. Kaum eineinhalb Jahre nach der Unterzeichnung nannte der Oberbürgermeister die Haltung des Konzernchefs „zief besorgniserregend“.

Er betonte, dass das Werk in Salzgitter auf jeden Fall Teil der Volkswagen Gruppe bleiben müsse. Gleichzeitig bekräftigte Klingebiel seine Solidarität mit den Beschäftigten an allen VW-Standorten. Die Unterstützung des Ministerpräsidenten in dieser Frage begrüßte er ausdrücklich.

Der Oberbürgermeister hält Werksschließungen oder den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen für keinen tragfähigen Langzeitplan. Die bestehende Vereinbarung biete bereits einen ausgewogenen Weg in die Zukunft, so Klingebiel. Der Streit um die künftige Ausrichtung von Volkswagen zeigt die tiefgreifenden Spannungen innerhalb des Konzerns.

Quelle