Salzgitter lehnt Tiny Houses ab – warum die Stadt keine Mini-Häuser will
Margot RudolphSalzgitter lehnt Tiny Houses ab – warum die Stadt keine Mini-Häuser will
Ein Antrag zur Einführung von Tiny Houses in Salzgitter wurde diese Woche vom Stadtrat deutlich abgelehnt. Der von der DiBo-Gruppe eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, die kompakten Wohnformen in die örtlichen Bebauungspläne zu integrieren. Bei der Sitzung am Mittwoch unterstützten lediglich zwei Ratsmitglieder die Idee.
Die DiBo-Gruppe, angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, argumentierte, dass Tiny Houses die finanzielle Belastung der Stadt verringern könnten. Die kleinen, oft barrierefreien Häuser böten ihrer Meinung nach bezahlbaren, altersgerechten Wohnraum für Senioren. Viele ältere Bürger würden davon profitieren, in solche Immobilien umzuziehen und ihren Wohnraum zu verkleinern, so die Begründung.
Der Antrag enthielt klare Regelungen für den Bau und die Aufstellung von Tiny Houses in bestehenden und künftigen Baugebieten. Befürworter sahen darin eine Möglichkeit, Baugenehmigungen zu vereinfachen und flexiblere Wohnkonzepte zu fördern. Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Vorschlag mit großer Mehrheit ab.
Die Ablehnung bedeutet, dass Tiny Houses vorerst keine Rolle in der Wohnungsbaustrategie Salzgitters spielen werden. Der Versuch der DiBo-Gruppe, die Kosten für die Seniorenbetreuung durch alternative Wohnformen zu senken, hat damit vorerst keine Unterstützung gefunden. Die Stadt wird ihre bisherige Planung im Wohnungsbau fortsetzen.
