"Schluss damit!": Hamburger Protest fordert härteren Kampf gegen sexualisierte Gewalt
Elfriede WielochDemonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - "Schluss damit!": Hamburger Protest fordert härteren Kampf gegen sexualisierte Gewalt
"Schluss damit!"-Protest in Hamburg: Demonstration für besseren Schutz vor sexualisierter Gewalt
Eine unter dem Motto "Schluss damit!" stehende Kundgebung wird an diesem Donnerstag in Hamburg Demonstrant:innen zusammenbringen. Organisiert von der SPD-Abgeordneten Annika Urbanski, soll die Veranstaltung Opfer sexualisierter Gewalt unterstützen und strengere rechtliche Schutzmaßnahmen fordern. Zu den Unterstützer:innen der Demonstration zählt auch die bekannte Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer. Start ist um 17:30 Uhr am Rathausmarkt.
Die Kundgebung erfolgt vor dem Hintergrund jüngster Berichte über sexualisierte Gewalt und der Forderung nach konkreten Konsequenzen für Täter:innen. Die Teilnehmenden werden sich für bessere Schutzmechanismen für Betroffene einsetzen und auf Lücken im aktuellen Rechtssystem hinweisen.
Die Demonstration findet im Rahmen einer breiteren Debatte über digitale Gewalt in Deutschland statt. Diese Diskussion hatte sich im März 2026 zugespitzt, nachdem die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes ihrem Ex-Partner, dem Schauspieler Christian Ulmen, vorwarf, mit KI erstellte Deepfake-Pornovideos von ihr angefertigt und verbreitet zu haben. Fernandes bezeichnete Deutschland als "Täterparadies" und kritisierte die unzureichenden rechtlichen Schutzmöglichkeiten.
Als Reaktion kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig Pläne für ein neues Gesetz an. Der Entwurf sieht schärfere Strafen für Deepfake-Pornografie, nicht einvernehmlich verbreitete intime Aufnahmen sowie digitale Überwachung vor.
Die Hamburger Kundgebung wird die Forderungen nach einer Rechtsreform und besserer Unterstützung für Betroffene verstärken. Gleichzeitig zielt das geplante Gesetz der Regierung darauf ab, Schlupflöcher in Fällen digitaler Gewalt zu schließen. Beide Initiativen spiegeln den wachsenden Druck wider, systemische Versäumnisse beim Schutz von Opfern zu beheben.






