26 April 2026, 18:18

Schülerinnen kämpfen um Rettung des Flexo-Busverkehrs in Salzgitter-Thiede

Ein gelber Schulbus der Marke "First Student" vor einem roten Backsteingebäude mit ein paar Menschen drinnen, Bäume im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel.

Schülerinnen kämpfen um Rettung des Flexo-Busverkehrs in Salzgitter-Thiede

Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede kämpfen für den Erhalt ihres örtlichen Busverkehrs. Ece Hickorkmaz und Esila Isbir haben eine Kampagne gestartet, um Flexo zu retten – das bedarfsgesteuerte Verkehrsangebot, das Ende 2026 eingestellt werden soll. Ohne Gegenmaßnahmen könnten Anwohner in etwas mehr als zwei Jahren eine wichtige Mobilitätsoption verlieren.

Flexo wurde ursprünglich mit finanzieller Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig eingeführt. Seit dem Start erhält der Service 50 Prozent regionale Förderung, die jedoch nach Dezember 2026 ausläuft. Sobald diese Mittel wegfallen, müssen die Kommunen die vollen Kosten im Rahmen ihrer Nahverkehrspflichten selbst tragen.

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Die Schülerinnen haben ihre Initiative direkt an die Entscheidungsträger herangetragen: Sie trafen sich mit dem Betriebsrat der KVG, entwarfen Flugblätter und sprachen mit Verantwortlichen, darunter Christian Striese, Bürgermeister des Salzgitteraner Stadtteils Nordost. Zudem hat eine Online-Petition an Fahrt aufgenommen und bis zum vergangenen Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt.

Während andere Regionen die Zukunft von Flexo bereits gesichert haben – etwa der Landkreis Gifhorn bis 2033 und Baddeckenstedt bis 2031 – bleibt der Bestand in Salzgitter gefährdet. Die endgültige Entscheidung über die Finanzierung liegt bei den lokalen Politikern, die in diesem Jahr neue Haushalte beschließen müssen, um den Busverkehr über 2026 hinaus zu erhalten.

Aktuell bedient Flexo mehrere Gemeinden, darunter Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt. Kommt es zu keiner Einigung, könnten diese Verbindungen komplett entfallen.

Das Schicksal von Flexo hängt nun von den kommunalen Finanzentscheidungen ab, die 2024 anstehen. Bei einer Bewilligung wird der Service über 2026 hinaus fortgeführt und sichert so die Mobilität der Bewohner in der Region. Ohne Zustimmung werden die Rufbusse eingestellt, und Fahrgäste müssen sich nach Alternativen umsehen.

Quelle