04 March 2026, 15:33

Schulstreiks gegen Wehrpflicht: Schüler fordern bundesweite Protestfreiheit am Donnerstag

Eine Gruppe von Männern in Militäruniformen marschiert auf einer Straße, einer hält einen Stock, mit Text unten: "Zusätzliche Miliz, zum 20-tägigen Vergnügen antretend."

GEW unterstützt Schulstreik gegen neue Wehrpflicht - Schulstreiks gegen Wehrpflicht: Schüler fordern bundesweite Protestfreiheit am Donnerstag

Schüler in ganz Deutschland bereiten landesweite Schulstreiks für diesen Donnerstag vor, um gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht zu protestieren. Die Demonstrationen haben Debatten zwischen Schulen, Bildungsbehörden und Gewerkschaften ausgelöst, wie mit der Teilnahme während der Unterrichtszeit umgegangen werden soll. Bisher hat kein Bundesland Prüfungen am Tag der Proteste abgesagt.

Die von Schülern organisierten Kundgebungen richten sich gegen die Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht. In Deutschland besteht Schulpflicht, was bedeutet, dass jedes Fehlen während des Unterrichts – auch für Proteste – als unentschuldigt gilt. Eltern können zwar eine Befreiung für ihre Kinder beantragen, doch bei einer Ablehnung riskieren die Schüler schlechte Noten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die Streiks. GEW-Vorsitzender Burkhard Naumann kritisierte die Pläne scharf und argumentierte, die Wehrpflicht unterbreche die Zukunft junger Menschen, indem sie sie zum Militärdienst zwinge. Die Gewerkschaft fordert Schulen auf, mit den Schülern zusammenzuarbeiten, um Sanktionen zu vermeiden, und schlägt flexible Lösungen vor.

In Sachsen hat das Bildungsministerium entschieden, dass Demonstrationen nur außerhalb der Schulzeit stattfinden dürfen. Die GEW Sachsen setzt sich jedoch für lokale Kompromisse ein und ermutigt Schulen, Regelungen zu finden, die eine Teilnahme ohne Strafen ermöglichen. Einige Einrichtungen haben bereits zugesagt, am Streiktag keine Prüfungen anzusetzen und älteren Schülern die Teilnahme zu gestatten.

Obwohl kein Bundesland Prüfungen abgesagt hat, haben mehrere Schulen ihre Pläne angepasst, um die Proteste zu berücksichtigen. Die GEW steht weiterhin hinter dem Widerstand der Schüler, doch die gesetzliche Schulpflicht stellt viele vor schwierige Entscheidungen. Wie die Situation eskaliert oder deeskaliert, hängt davon ab, wie Schulen und Eltern in den kommenden Tagen mit den Vorgaben umgehen.

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