17 June 2026, 18:18

Schwarz-Grün: Warum die "Pizza-Connection" bis heute nachwirkt – und scheitert

Union und Grüne

Schwarz-Grün: Warum die "Pizza-Connection" bis heute nachwirkt – und scheitert

Eine mögliche Koalition zwischen den Grünen und der konservativen Union wird in der deutschen Politik seit Langem diskutiert. Die Idee reicht bis in die Mitte der 1990er-Jahre zurück, als junge Politiker beider Seiten sich informell in einem italienischen Restaurant in Bonn trafen. Diese Zusammenkünfte, später als „Pizza-Connection“ bezeichnet, deuteten auf erste Versuche hin, die Gräben zwischen den Lagern zu überbrücken.

Trotz Gelegenheiten in den Jahren 2013, 2017 und 2021 kam es nie zu einer schwarz-grünen Bundesregierung. Seither haben beide Parteien an manchen Stellen tief sitzende Feindseligkeiten entwickelt, die eine Zusammenarbeit erschweren. Dennoch gibt es inhaltliche Überschneidungen, etwa in der Außenpolitik, der Europapolitik und in der Verteidigung.

Damit eine solche Koalition funktioniert, müsste jede Seite unangenehme Kompromisse eingehen. Die Union müsste Klimapolitik unterstützen, während die Grünen rechtspolitische Positionen akzeptieren müssten. Starke, vertrauenswürdige Führungspersönlichkeiten auf beiden Seiten wären entscheidend, um internen Widerstand zu managen und die eigenen Basis auf Zugeständnisse vorzubereiten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Aufgabe einer solchen Partnerschaft läge darin, zentrale Zukunftsfragen anzugehen. Doch die Alternative bleibt die aktuelle politische Realität in Deutschland – eine, in der es eine solche Allianz nicht gibt.

Der Weg zu einer grün-konservativen Koalition bleibt steinig. Beide Seiten müssten gegenseitiges Misstrauen und politische Differenzen überwinden. Der Erfolg hinge von Führungskraft und der Bereitschaft ab, schwierige Abwägungen zu treffen.

Quelle