Stuttgart 21 verzögert sich erneut – Vollbetrieb erst ab 2030 möglich
Margot RudolphStuttgart 21 verzögert sich erneut – Vollbetrieb erst ab 2030 möglich
Stuttgarts lange erwarteter Bahnknoten Stuttgart 21 bleibt weiter hinter dem Zeitplan zurück. Das Milliardenprojekt wird voraussichtlich nicht vor 2029 in Betrieb gehen, eine vollständige Funktionsfähigkeit ist frühestens 2030 zu erwarten. Die Deutsche Bahn hat sich bisher nicht offiziell zu den Verzögerungen geäußert.
Das riesige Infrastrukturvorhaben umfasst rund 63 Einzelbausteine. Ende 2023 befanden sich davon noch über 50 in der Planung oder im Bau, auch wenn einige Abschnitte bereits weiter fortgeschritten sind. Der Kern des Projekts, der seit 2010 gebaute Tunnel, macht Fortschritte, und mehrere unterirdische Bahnhöfe nähern sich der Fertigstellung.
Trotz der laufenden Arbeiten steht jedoch kein verbindlicher Eröffnungstermin für einen der Projektteile fest. Die Deutsche Bahn konzentriert sich derzeit auf die Finalisierung eines neuen Betriebskonzepts, das bis Mitte 2026 vorliegen soll. Doch selbst dieser Zeitplan lässt offen, wann Fahrgäste den modernisierten Knoten erstmals nutzen können.
Ursprünglich waren deutlich frühere Inbetriebnahmen avisiert worden, doch wiederholte Verzögerungen haben die Erwartungen immer wieder nach hinten verschoben. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass ein eingeschränkter Betrieb ab 2029 möglich sein könnte – die volle Funktionsfähigkeit könnte jedoch erst im Folgejahr oder noch später erreicht werden.
Stuttgart 21 bleibt eines der komplexesten und kostspieligsten Bahnprojekte Deutschlands. Ohne feste Fertigstellungstermine und mit zentralen Bauabschnitten noch in der Entwicklung hängt die endgültige Inbetriebnahme davon ab, wie schnell die anhaltenden technischen und logistischen Herausforderungen gelöst werden können. Die Deutsche Bahn schweigt bisher zu den Gründen der Verzögerungen – viele Fragen bleiben vorerst unbeantwortet.






