22 March 2026, 12:23

Thüringen investiert eine Milliarde Euro in Kommunen bis 2029

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Wolf: "Geschwindigkeit zählt bei Investitionen" - Thüringen investiert eine Milliarde Euro in Kommunen bis 2029

Thüringen startet ab 2026 ein Investitionsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro für seine Kommunen, das bis 2029 läuft. Die Mittel sollen langjährige Infrastrukturdefizite beheben und die Versorgung von Bürgern sowie Unternehmen verbessern. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern setzt Thüringen auf ein eigenes Modell: Die Gelder werden als Kredite über die Thüringer Aufbaubank vergeben, gestützt durch staatliche Schuldenhilfen.

Zusätzlich erhält das Land in den nächsten zwölf Jahren 2,5 Milliarden Euro aus dem Bundes-Sondervermögen. Geplante Vorhaben gibt es bereits in den Bereichen Digitalisierung, Energie und öffentlicher Nahverkehr.

Die Investitionsoffensive fällt zusammen mit der anstehenden Kabinettsinformation durch Finanzministerin Katja Wolf am Dienstag in Erfurt. Sie wird darlegen, wie die Mittel verteilt und in den Haushalt 2026/27 eingebunden werden. Eile ist geboten – besonders angesichts steigender Kosten durch globale Spannungen, etwa den Konflikt im Iran.

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Thüringens Plan sieht Ausgaben von 633 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre vor, gezielt für Projekte, die sonst kaum Finanzierung fänden. Beispiele sind zehn Millionen Euro für die Digitalisierung im Gesundheitswesen, acht Millionen für niederflurige Nahverkehrsfahrzeuge und 16 Millionen für den Ausbau des Landesrechenzentrums. Weitere 75 Millionen sind für Krankenhausreformen reserviert.

Während Sachsen-Anhalt 60 Prozent seiner Infrastrukturmittel direkt an Kommunen weitergibt, hebt sich Thüringens Programm durch Umfang und Struktur ab. Der Freistaat stellt sicher, dass die Gemeinden gezielte Unterstützung erhalten – statt auf bundesweite Verteilungsmodelle angewiesen zu sein.

Das Programm läuft bis 2029, die Kredite werden über die Thüringer Aufbaubank abgewickelt. Gefördert werden Vorhaben in den Bereichen innere Sicherheit, Bildung, Forschung und Energie. Ziel ist es, Verzögerungen bei kritischer Infrastruktur zu verringern und gleichzeitig die Kreditkosten für die Kommunen tragbar zu halten.

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