25 March 2026, 20:18

Traditionsbetrieb Lomma meldet Insolvenz – das Ende einer Ära im sächsischen Maschinenbau

Ein abgegriffenes Buchblatt mit Abbildungen landwirtschaftlicher Maschinen wie einem Pflug neben beschreibendem Text.

Traditionsbetrieb Lomma meldet Insolvenz – das Ende einer Ära im sächsischen Maschinenbau

Lomma, sächsischer Hersteller von Landmaschinen, meldet Insolvenz an

Der Landmaschinenhersteller Lomma mit Sitz in Lommatzsch hat beim Amtsgericht Dresden Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, einst bekannt für seine Wiesenwalzen und Kippanhänger, steht nun vor einer ungewissen Zukunft. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde eingesetzt, um die Lage zu bewerten.

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Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten. 2023 beantragte es ein Insolvenzverfahren und wurde später umstrukturiert, stellte die Produktion jedoch bereits Mitte November desselben Jahres erneut ein. Vor der Insolvenz waren am Hauptstandort noch 66 Mitarbeiter beschäftigt, nach dem Neustart sank die Zahl auf etwa 40. Mittlerweile sind nur noch eine Handvoll Beschäftigte übrig.

Die Geschichte von Lomma reicht bis ins Jahr 1861 zurück und umfasst Jahrzehnte an Erfahrung im Maschinenbau. Landwirte setzten lange auf seine Anhänger, Feldwalzen und Spezialgeräte. Erst kürzlich hatte das Unternehmen seinen zweiachsigen Dreiseitenkipper, den ZDK 1802, modernisiert.

Trotz der einstigen Stabilität steht der Standort Lommatzsch nun vor dem Aus. Der vorläufige Verwalter wird prüfen, ob der Betrieb fortgeführt werden kann oder weitere Einschnitte notwendig sind. Die Insolvenzanmeldung bedeutet einen weiteren Rückschlag für einen einst bedeutenden Hersteller. Mit stillstehender Produktion und einem Großteil der Belegschaft entlassen, hängt die Zukunft des Standorts von der Bewertung des Verwalters ab. Sein Urteil wird entscheiden, ob Lomma eine Chance auf Erholung hat – oder ob die jahrzehntelange Tradition hier ihr Ende findet.

Quelle