15 May 2026, 12:38

Uwe Steimle kehrt als skurriler Kommissar in Volkspolizeiruf Tatort Ost zurück

Cover eines alten Buches mit dem Titel "Berliner Leben" mit einer Illustration von Menschen in traditioneller deutscher Tracht, die wahrscheinlich die kulturelle Geschichte Berlins darstellen.

Uwe Steimle kehrt als skurriler Kommissar in Volkspolizeiruf Tatort Ost zurück

Neue Krimiserie Volkspolizeiruf Tatort Ost bringt ostdeutsche Geschichten zurück ins Fernsehen

Die neue Detektivserie Volkspolizeiruf Tatort Ost soll ostdeutsche Erzählungen wieder auf die Bildschirme bringen. Uwe Steimle, ein bekannter Kabarettist aus der Region, übernimmt nach 15 Jahren Pause bei Polizeiruf 110 die Rolle des skurrilen Kommissars Bemme. Die Serie startet zu einem Zeitpunkt, an dem der öffentlich-rechtliche Sender MDR aufgrund von Budgetkürzungen die Produktion seiner üblichen Krimiformate vorübergehend einstellt.

Die Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der Medienvertreter:innen eine bessere Repräsentation Ostdeutschlands fordern. Hinter den Kulissen hat Produzent Holger Friedrich noch größere Pläne: eine Streaming-Plattform namens „Ostflix“, die sich ausschließlich Inhalten aus der ehemaligen DDR widmet.

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Im Mittelpunkt der Serie stehen Verbrechen an Ostdeutschen, bei denen Westdeutsche oder Migrant:innen als Täter:innen fungieren. Kommissar Bemme, gespielt von Steimle, ermittelt gemeinsam mit seinem Team – Sahra und Egon. Die Pilotfolge Mord unter der Windkraftanlage ist mit ungewöhnlichen 11.000 Seiten (vermutlich eine humorvolle Übertreibung; Anm. d. Übers.) besonders umfangreich. Sie enthält bizarre Elemente, darunter einen allwissenden Oktopus in Winzermütze und Bemmes Verschwinden in einem unterirdischen Labyrinth, wo er einer „Umerziehung“ durch Stromschläge aus erneuerbaren Energien ausgesetzt wird.

Bei der Pressevorstellung kam es zu Spannungen zwischen Steimle und Drehbuchautor Uwe (ein weiterer Uwe) wegen letzter Änderungen am Drehbuch. Die Veranstaltung nahm eine seltsame Wendung, als Sicherheitskräfte in Fischerhüten Reporter:innen der Pieschener Anzeiger – der einzigen lokalen Zeitung, die über den Fall berichtete – des Raumes verwiesen.

Das Projekt spiegelt ein breiteres Bestreben wider, ostdeutschen Stimmen in den Medien mehr Gewicht zu verleihen. Friedrichs geplantes „Ostflix“ soll Netflix ähneln, sich aber ausschließlich auf Inhalte aus der ehemaligen DDR konzentrieren. Da der MDR die Produktion von Tatort und Polizeiruf für drei Jahre reduziert, könnte die neue Serie eine Lücke für das regionale Publikum schließen.

Volkspolizeiruf Tatort Ost markiert Steimles Rückkehr zum Krimi-Genre nach langer Abwesenheit. Mit ihrem unkonventionellen Stil und politischen Untertönen hebt sich die Serie von klassischen deutschen Krimiformaten ab. Sollte sie erfolgreich sein, könnte sie den Weg für Friedrichs „Ostflix“ ebnen – und eine neue Ära ostdeutscher Geschichten auf dem Bildschirm einläuten.

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