12 June 2026, 16:13

Ver.di-Chef Werneke bleibt hart: "Keine Kürzungen, sondern mehr Kaufkraft"

Verdi warnt vor sozialen Einschnitten nach Gipfeltreffen

Ver.di-Chef Werneke bleibt hart: "Keine Kürzungen, sondern mehr Kaufkraft"

Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, hat nach einem Treffen mit den Spitzen der Koalition und Sozialpartnern seine Forderungen bekräftigt. Die Gespräche fanden im Kanzleramt statt, wo er im Anschluss die Position seiner Gewerkschaft zu den zentralen Themen darlegte.

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Werneke bezeichnete die Verhandlungen als konstruktiv und betonte, die Koalitionsspitzen hätten mit großer Aufmerksamkeit und aufrichtigem Interesse zugehört. Er lobte das Format und die Atmosphäre der Gespräche, die er als positiv bewertete.

Gleichzeitig machte er deutlich, dass sich an den für Ver.di wichtigen Punkten nichts geändert habe. Die unterschiedlichen Auffassungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften zu den Sozialversicherungssystemen und der Arbeitsmarktpolitik seien weiterhin vorhanden.

Der Gewerkschaftschef warnte vor Reformen, die zu Kürzungen und sozialer Verelendung führen könnten. Stattdessen forderte er Maßnahmen, die die Kaufkraft stärken, um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Werneke stellte zudem klar, dass Ver.di keine Schattenregierung sei, aber seine Argumente einbringen und dabei weiter dialogbereit bleiben werde.

Er erklärte, es liege nun an der Koalition, Entscheidungen zu treffen. Ver.di werde die Ergebnisse dieser Beschlüsse prüfen und daraus eigene Schlussfolgerungen ziehen.

Das Treffen unterstrich die klare Haltung der Gewerkschaft in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen. Ver.di wird die nächsten Schritte der Koalition bewerten und entsprechend reagieren. Der Dialog bleibt offen, während beide Seiten ihre Differenzen austarieren.

Quelle