Verbraucherzentrale entlarvt falsche Versprechen bei Gebäudesanierung
Elfriede WielochVerbraucherzentrale entlarvt falsche Versprechen bei Gebäudesanierung
Verbraucherzentrale warnt vor irreführenden Versprechen bei energetischer Sanierung
Die Verbraucherzentrale hat Bedenken gegenüber täuschenden Werbeversprechen im Bereich der energieeffizienten Gebäudesanierung geäußert. Sie rät Verbrauchern zur Vorsicht bei angeblichen Wundermitteln, die mühelose Energieeinsparungen versprechen. Eine ordnungsgemäße Wärmedämmung lasse sich nicht durch dünne Beschichtungen oder Folien ersetzen, betont die Organisation.
Laut Verbraucherzentrale hängt eine wirksame Dämmung von geeigneten Materialien und einer ausreichenden Dicke ab. Die möglichen Einsparungen variieren je nach Zustand des Gebäudes, Bauweise, Heizsystem und Nutzungsverhalten. Nicht alle innovativen Produkte erfüllen zudem die Förderkriterien – nur Maßnahmen, die technische Standards einhalten, kommen für staatliche Zuschüsse infrage.
Um Verbrauchern fundierte Entscheidungen zu ermöglichen, bietet die Verbraucherzentrale eine kostenlose Energieberatung an. Diese ist telefonisch, online, per Video oder vor Ort erhältlich. Über die gebührenfreie Hotline 0800 809802400 erhalten Ratsuchende direkten Kontakt zu Fachleuten. Zudem ermöglicht das Tool „Wärmepumpen-Angebotsvergleich“ Nutzern, bis zu drei Angebote eigenständig zu prüfen.
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Angebot zielt darauf ab, gängige Fehleinschätzungen auszuräumen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen weist darauf hin, dass übertriebene Marketingversprechen oft zu unzureichender Fassadendämmung führen.
Die Organisation rät Verbrauchern dringend, vor Investitionen in Sanierungsmaßnahmen fachkundigen Rat einzuholen. Energieeinsparungen seien nur mit maßgeschneiderten Lösungen möglich – nicht mit Standardprodukten für alle Fälle. Fördergelder gebe es ausschließlich für geprüfte, technisch einwandfreie Maßnahmen.
