24 June 2026, 10:11

Verstecktes Porträt der Warschauer Gesellschaftsdame Catarina von Tomatis entdeckt

Sonderausstellung im Belvedere: Wer verbannte die Mutter aus dem Bild?

Verstecktes Porträt der Warschauer Gesellschaftsdame Catarina von Tomatis entdeckt

Verborgenes Porträt der Warschauer Gesellschaftsdame Catarina von Tomatis unter späterer Bemalung entdeckt

Unter einer späteren Malerei wurde ein verstecktes Porträt von Catarina von Tomatis freigelegt, einer prominenten Persönlichkeit der Warschauer High Society. Die Entdeckung gelang in einem Werk von Johann Baptist Lampi dem Älteren, das zur Sammlung der Österreichischen Galerie gehört. Catarina, gebürtig aus Mailand, war Tänzerin und die Maitresse des polnischen Königs, bevor sie Carlo Tomatis, einen wohlhabenden Operndirektor, heiratete.

Catarina von Tomatis, geborene Filipazzi, gehörte ab 1765 zur Elite Warschaus. Ihr Partner, Carlo Tomatis, leitete im Auftrag des Königs das Opernhaus von Warschau und lebte in Luxus. Mit Spielgewinnen und königlichen Zuwendungen, die Catarina erhielt, finanzierte er den Bau des Królikarnia-Palasts.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Porträt Catarinas war später unter einer grob gemalten Frauenbüste verborgen worden. Die Übermalung erfolgte zwischen 1870 und 1900, doch der Grund bleibt unklar. Katharina Lovecky, Kuratorin des Belvedere, hat dafür keine endgültige Erklärung.

Bei einer weiteren Entdeckung wurde ein dunkler Fleck in einem Gemälde von Lampis Sohn entfernt – darunter kam ein geflügelter Amor vor einem Spiegel zum Vorschein. Die Entscheidung, diese versteckten Werke freizulegen, hat eine Debatte ausgelöst, da bereits der Akt des Verbergens historischen Wert besitzt.

Das freigelegte Porträt wirft neues Licht auf Catarina von Tomatis und ihre Rolle in der Warschauer Geschichte. Das Rätsel um die Übermalung bleibt jedoch bestehen, und klare Antworten stehen noch aus. Die Funde bieten frische Einblicke in die künstlerischen und gesellschaftlichen Schichten jener Epoche.

Quelle