17 February 2026, 18:54

Von falschen Vorwürfen zur Solidaritätswelle: Markus W. erhält Spenden nach Ofarim-Skandal

Ein Blatt Papier mit der Aufschrift "John Hilton, No. 67, West Smithfield, London".

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Von falschen Vorwürfen zur Solidaritätswelle: Markus W. erhält Spenden nach Ofarim-Skandal

Ein Hotelmitarbeiter, der einst fälschlich des Antisemitismus beschuldigt wurde, steht nun im Mittelpunkt öffentlicher Solidarität. Markus W., der nach einem viel beachteten Rechtsstreit mit dem Sänger Gil Ofarim von allen Vorwürfen freigesprochen wurde, erhält Spenden aus einer Social-Media-Kampagne. Das Geld soll ihm persönlich helfen und zwei gemeinnützige Organisationen unterstützen, die ihm am Herzen liegen.

Im Oktober 2021 geriet Markus W. in die Schlagzeilen, nachdem Gil Ofarim ihn in einem weit verbreiteten Video des Antisemitismus bezichtigt hatte. Gerichtsverfahren bewiesen später, dass die Anschuldigungen haltlos waren, woraufhin Ofarim sich öffentlich entschuldigte und die diffamierenden Inhalte löschte. In einem außergerichtlichen Vergleich wurde Ofarim zur Zahlung von 20.000 Euro Schadensersatz verurteilt – doch die Summe steht bis heute aus. Sein Anwalt erklärte, die Zahlung erfolge, sobald der Sänger über ausreichend liquide Mittel verfüge.

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Unterdessen hat eine Social-Media-Persönlichkeit die Initiative ergriffen und eine Spendenaktion für Markus W. gestartet. Die Kampagne stößt auf große Resonanz, da viele Menschen dem Mann nach seinem Leidensweg helfen möchten. Markus W. plant, einen Teil des Geldes für gemeinsame Zeit mit seiner Familie zu verwenden. Der Rest fließt an zwei Organisationen: HateAid, eine deutsche Nichtregierungsorganisation, die sich gegen Hass im Netz engagiert und Opfer digitaler Gewalt unterstützt, sowie die Minilöwen, eine Leipziger Initiative, die Frühchen, kranke Neugeborene und ihre Familien begleitet.

Die Initiatorin der Spendenaktion hat volle Transparenz zugesichert und angekündigt, die Übergabe der Gelder nach Abschluss der Kampagne zu dokumentieren. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Ofarim kürzlich 400.000 Euro durch seinen Auftritt bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! verdient hat – was Fragen nach der Verzögerung seiner Schuldenbegleichung gegenüber Markus W. aufwirft.

Aus einem Mann, der öffentlich an den Pranger gestellt wurde, ist mittlerweile eine Person geworden, die breite Unterstützung erfährt. Die Spenden kommen ihm finanziell zugute und helfen zugleich zwei gemeinnützigen Projekten. Währenddessen bleibt die ausstehende Zahlung von 20.000 Euro durch Ofarim – trotz seiner jüngsten Einnahmen – weiterhin offen.