VW stoppt Lieferungen an Prevent Group – Hunderte Jobs in Gefahr
Volkswagen nimmt seit dem 22. März keine Bauteile mehr von der Prevent Group an – selbst dann nicht, wenn langfristige Verträge bestehen. Der Streit hat bereits die Produktion in den VW-Werken Wolfsburg und Emden lahmgelegt. Nun stehen Arbeitsplätze bei der Prevent Group auf dem Spiel.
Der Konflikt zwischen Volkswagen und der Prevent Group reicht bis ins Jahr 2016 zurück. Damals mussten die Produktionslinien in den VW-Werken Wolfsburg und Emden vorübergehend stillgelegt werden. Diesmal setzt der Beschluss des Autokonzerns, die Lieferverträge zu beenden, die Prevent Group massiv unter Druck.
Die Prevent Group hat bereits Entlassungen und Kurzarbeit an ihren Standorten Schönheide, Plauen und Stendal angekündigt. Rund 700 Mitarbeiter sind betroffen. Bei Prevent Foamtec in Stendal haben bereits 90 Beschäftigte ihre Kündigungen erhalten. Der gesamte Standort Stendal könnte geschlossen werden.
Die von der Investorenfamilie Hastor kontrollierte Prevent Group wirft Volkswagen schwere Vertragsverstöße bei der Beendigung der Lieferbeziehungen vor. Das Unternehmen kündigte an, rechtliche Schritte einleiten zu wollen, um seine Interessen zu wahren.
Die Kündigung der Lieferverträge bedroht Hunderte Arbeitsplätze bei der Prevent Group. Gegen Volkswagen werden juristische Maßnahmen vorbereitet. Der Streit könnte langfristige Folgen für beide Unternehmen und ihre Belegschaften haben.
