21 March 2026, 06:17

Was aus den DDR-Symbolen nach der Wiedervereinigung wirklich wurde

Zwei Medaillen mit lila und weißen Bändern, mit eingravierter Schrift, auf einer maronenfarbenen Oberfläche.

Neue Ausstellung: 'Die Beseitigung von GDR-Staatssymbolen' - Was aus den DDR-Symbolen nach der Wiedervereinigung wirklich wurde

Eine neue Ausstellung in Berlin untersucht, was nach der Wiedervereinigung mit den Symbolen der DDR geschah. Unter dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der Staatsymbolik der DDR" wirft sie die Frage auf, warum Flaggen, Embleme und Orden so schnell aus dem öffentlichen Leben verschwanden. Die Schau ist bis Mitte November im DDR-Museum in Berlin-Mitte zu sehen.

Als die Deutsche Demokratische Republik 1990 unterging, wurden ihre Staatssymbole fast über Nacht entfernt. Viele landeten auf dem Müll oder wurden für wenig Geld auf Flohmärkten verkauft. Einige behielten Privatpersonen, doch von systematischen Bemühungen zur Bewahrung größerer Bestände zeugen kaum Aufzeichnungen.

Das DDR-Museum hat nun einige dieser erhaltenen Stücke für seine aktuelle Ausstellung zusammengetragen. Besucher können nachvollziehen, wie rasant die Bildwelten des alten Regimes von Straßen, Gebäuden und offiziellen Räumen getilgt wurden. Die Schau fragt zudem, warum so wenig gerettet wurde – und wohin der Rest verschwand.

Anders als westdeutsche Gedenkmünzen oder Briefmarken wurden DDR-Orden und -Abzeichen selten gezielt gesammelt. Keine größere Institution verwahrt heute ein bekanntes Archiv dieser Gegenstände. Stattdessen fügt die Ausstellung Fragmente dieser verlorenen materiellen Kultur wie ein Puzzle zusammen.

Die Ausstellung beleuchtet einen selten thematisierten Aspekt der Wiedervereinigung: das schnelle Verschwinden der DDR-Ikonografie. Während einige Stücke in Museen überdauerten, wurden die meisten entsorgt oder verstreut. Bis Mitte November bietet die Schau eine letzte Gelegenheit, diese Relikte eines untergegangenen Staates zu sehen.

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