Werder Bremen steht mit acht Spielen am Abgrund – wer trägt die Schuld?
Margot RudolphWerder's Abwärtsspirale Hat Konsequenzen - Werder Bremen steht mit acht Spielen am Abgrund – wer trägt die Schuld?
Werder Bremen kämpft mit nur noch acht Spieltagen in der Bundesliga gegen den Abstieg. Der Verein liegt mit 25 Punkten auf Platz 14 – nur ein Zähler trennt die Bremer vom Relegationsplatz, den aktuell der FC St. Pauli belegt. Die jüngsten Leistungen haben den Druck auf die Verantwortlichen hinter den Kulissen weiter erhöht.
Der Absturz des Traditionsclubs ist dramatisch: Nach soliden Platzierungen im Mittelfeld der Tabelle in den Vorjahren findet sich Werder nun mit einer schwachen Tordifferenz von -16 bis -18 wieder. Bereits früher in dieser Saison wurde Cheftrainer Horst Steffen inmitten der Krise entlassen – die Mannschaft stürzte in Turbulenzen.
Sein Nachfolger, Daniel Thioune, brachte mit zwei Siegen in Folge gegen Heidenheim und Union Berlin kurzzeitig Hoffnung. Doch die 0:2-Niederlage gegen Mainz offenkundigte die anhaltenden Probleme. Die schwachen Leistungen des Kaders haben auch den Leiter der Kaderplanung, Johannes Jahns, unter Beschuss gebracht. Er wird den Verein am Saisonende verlassen – als Verantwortlicher für den nicht funktionierenden Kader.
Auch Sportdirektor Clemens Fritz und Fußball-Chef Peter Niemeyer stehen wegen ihrer Rolle in der sportlichen Misere in der Kritik. Der Aufsichtsrat wird nach dem Schlusspfiff eine umfassende Analyse vornehmen. Sollte Werder die Klasse halten, könnten Fritz und Niemeyer im Amt bleiben. Bei einem Abstieg sind weitere personelle Konsequenzen wahrscheinlich.
Im Sommer wird es personelle Veränderungen geben, um den sportlichen Niedergang zu überwinden. Eine gründliche Bestandsaufnahme wird über die Zukunft von Fritz und Niemeyer entscheiden. Bis dahin gilt es, in den verbleibenden Spielen den Klassenerhalt zu sichern.






