Wie aus dem Gefängnis Rennelberg ein lebendiges Stadtviertel wird
Studierende der TU Braunschweig haben neue Entwürfe für die Umwandlung des alten Gefängnisses Rennelberg in ein lebendiges Stadtviertel präsentiert. Ihre Vorschläge, die derzeit im historischen Rathaus der Stadt ausgestellt sind, sehen Grünflächen, öffentliche Plätze und kulturelle Räume vor. Die Ideen entstehen zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt eine große Neugestaltung plant – doch die endgültigen Pläne hängen vom noch laufenden Verkauf des Gefängnisses ab.
Bei dem Wettbewerb wurden drei Siegerkonzepte für die ehemalige Justizvollzugsanstalt prämiert. Franziska Heininger und Johannes Quirin erhielten den ersten Platz mit "Von Mauern zu Gemeinschaft", einem Entwurf, der einen großen zentralen Platz in den Mittelpunkt stellt. Ihr Design ersetzt die Gefängnisbarrieren durch offene Achsen und schafft so einen kreativen Campus für die Nachbarschaft.
Adriana Gens und Mareike Meier belegten mit "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen" den zweiten Platz. Ihre Vision umfasst großzügige Innenhöfe, Neubauten und einen "Klimawald"-Park entlang eines Hauptwegs. Den dritten Preis erhielten Sarah Suttner López und Robert Sievert für "Nachbarschaft statt Gefängnis", das einen neuen Kanal (Rennelbergtwete), eine Bezirksgalerie und kleinteiligen Wohnraum vorsieht, während Teile des alten Gefängnisses erhalten bleiben.
Die Stadt arbeitet seit Ende 2018 an der Zukunft des Geländes, nachdem die Behörden einen Bebauungsplan genehmigt hatten. Bevor jedoch mit dem Bau begonnen werden kann, muss der Verkauf des Gefängnisses abgeschlossen werden. Bis dahin wird das Areal im Juni das Theaterformen-Festival beherbergen und sich vorübergehend in einen kulturellen Hotspot verwandeln.
Alle Studierendenentwürfe sind noch bis zum 20. Mai im Foyer des zweiten Obergeschosses des Rathauses zu sehen. Die Vorschläge geben einen Ausblick darauf, wie das Gefängnisgelände zu einem gemischten Stadtviertel werden könnte. Vorerst wartet die Stadt jedoch auf den Abschluss des Verkaufsverfahrens, bevor es weitergeht. Sobald die Entscheidungen gefallen sind, kann die langfristige Umgestaltung des Geländes beginnen.






