Wie der Nationale Krippentag eine 800-jährige Weihnachtsradition ehrt
Elfriede WielochWie der Nationale Krippentag eine 800-jährige Weihnachtsradition ehrt
Jährlich am 7. Dezember wird der Nationale Krippentag begangen – ein Tag, der eine jahrhundertealte Tradition würdigt: die Darstellung der Geburt Jesu. Was einst als schlichte Motive im frühen Christentum begann, hat sich zu einem weitverbreiteten Brauch entwickelt.
Die frühesten Abbildungen der Weihnachtsgeschichte zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Mit der Zeit wurden die Szenen ausführlicher, wobei Franz von Assisi im Jahr 1223 den ersten vollständigen Krippenaufbau geschaffen haben soll. Seine Version mit weiteren Figuren diente fortan als Vorbild für spätere Darstellungen.
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts hielten Hauskrippen Einzug in italienische Haushalte, bevor die Tradition im frühen 17. Jahrhundert auch in Deutschland Fuß fasste. Im späten 18. Jahrhundert kamen zusätzliche Figuren wie Hirten und Engel hinzu.
Ursprünglich nur in Kirchen zu finden, fanden Krippendarstellungen im 19. Jahrhundert den Weg in private Haushalte – eine Entwicklung, die Familien ermöglichte, ihre Krippen individuell zu gestalten. Der Nationale Krippentag selbst wurde jedoch erst 2020 von Sven Giese, dem Schöpfer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt", ins Leben gerufen.
Der Feiertag ehrt eine Tradition, die sich über fast 800 Jahre entwickelt hat: von schlichten Kirchendarstellungen bis hin zu aufwendigen heimischen Krippen. Sie bleiben ein zentraler Bestandteil der Weihnachtsbräuche. Der 7. Dezember dient heute dazu, ihre kulturelle und religiöse Bedeutung zu würdigen.






