21 April 2026, 10:20

Windader West: Wie Nordsee-Windstrom bald NRW-Industrie antreibt

Gruppe von Windkraftanlagen im Meer in der Nähe einer Stadt, mit Wasser, das gegen den Strand schwappt, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel darüber.

Windader West: Wie Nordsee-Windstrom bald NRW-Industrie antreibt

Großes Energieprojekt bringt Windstrom aus der Nordsee in nordrhein-westfälische Industriezentren

Ein bedeutendes Energievorhaben schreitet voran, um Offshore-Windkraft aus der Nordsee in die Industriezentren Nordrhein-Westfalens zu transportieren. Das unter dem Namen Windader West bekannte Projekt sieht die Schaffung eines Übertragungskorridors vor, der Windparks mit wichtigen Verbrauchszentren verbindet. Die Planer haben nun eine Bebauungssperre verhängt, um die geplante Trasse während der finalen Abstimmungen zu schützen.

Das Projekt Windader West umfasst vier Offshore-Netzanbindungssysteme: Kusenhorst, Rommerskirchen 1, Rommerskirchen 2 und Niederrhein. Diese sollen Strom von Nordsee-Windkraftanlagen zu Verbrauchern im Binnenland leiten. Der genaue Verlauf des Übertragungskorridors wird im Rahmen des förmlichen Planfeststellungsverfahrens festgelegt.

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Die Bebauungssperre tritt am 7. April 2026 in Kraft und gilt für drei Jahre. In diesem Zeitraum sind in den ausgewiesenen Gebieten bestimmte Aktivitäten eingeschränkt. Dazu zählen die Intensivierung von Landwirtschaft oder Forstwirtschaft, der Bau oder die Erweiterung von Gebäuden sowie die Verlegung neuer Leitungen. Auch Veränderungen, die den Bodenwert steigern oder das Projekt behindern könnten, sind untersagt.

Die zugehörige Karte der Sperrzone ist bis zum 22. April 2026 auf der Website des Regierungsbezirks Münster einsehbar. Die für das Projekt verantwortliche Amprion Offshore GmbH plant, den Planfeststellungsantrag für den südlichen Abschnitt bei Heiden im dritten Quartal 2028 einzureichen.

Die Sperre sichert die Machbarkeit des Windader-West-Korridors, während die Planungen fortgesetzt werden. Nach Fertigstellung wird das Projekt dazu beitragen, erneuerbare Energien aus Offshore-Windparks in die Industrieregionen zu transportieren. Der nächste entscheidende Schritt ist das förmliche Genehmigungsverfahren, das voraussichtlich Ende 2028 beginnen soll.

Quelle