Wolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Energien
Hans D. FinkeWolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Energien
Wolfenbüttel treibt ehrgeizigen Plan zur Wärmewende voran
Die Stadt Wolfenbüttel setzt ein mutiges Vorhaben um: Bis 2040 soll die Wärmeversorgung komplett ohne CO₂-Emissionen auskommen. Fossile Brennstoffe werden durch klimafreundliche Alternativen ersetzt. Nun liegt ein Entwurf der Strategie vor, der bis Ende Mai öffentlich diskutiert werden kann.
Aktuell verbraucht Wolfenbüttel jährlich rund 600 Gigawattstunden Wärme – davon stammen 90 Prozent aus fossilen Energieträgern, nur sechs Prozent aus Erneuerbaren. Um dies zu ändern, setzt der Plan auf zwei Säulen: den Ausbau der zentralen Fernwärme und die Förderung dezentraler Wärmepumpen.
Die Strategie unterteilt die Stadt in 46 Zonen, für die jeweils ein maßgeschneiderter Fahrplan zur Dekarbonisierung erarbeitet wird. So soll der effizienteste Ausstieg aus Gas und Öl gelingen. Bis 2036 müssen die Stadtwerke zudem das Stromnetz modernisieren – darunter der Bau von 180 Kilometern neuer Niedrigspannungskabel und die Installation von 150 zusätzlichen Umspannstationen.
Zwei Szenarien für 2040 sehen vor, fossile Energien vollständig abzuschaffen: Eines setzt stärker auf Fernwärme, das andere auf Wärmepumpen. Die finale Version des Wärmeplans, die nach der Bürgerbeteiligung beschlossen wird, bildet die Grundlage für die Umsetzung in den nächsten 14 Jahren.
Der Entwurf steht bis Ende Mai zur öffentlichen Einsicht bereit. Nach der Verabschiedung gibt er den Rahmen für Wolfenbüttels Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung vor. Stadtwerke und Bürger haben dann bis 2036 Zeit, die notwendigen Umstellungen und Infrastrukturprojekte umzusetzen.






