Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer verliert sechs Mutterschafe und fordert strengere Regeln
Margot RudolphWolfsangriff in Thüringen: Schäfer verliert sechs Mutterschafe und fordert strengere Regeln
Ein Schäfer aus Thüringen hat einen mutmaßlichen Wolfsangriff gemeldet, bei dem sechs Mutterschafe getötet und weitere schwer verletzt wurden. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen und verursachte erhebliche finanzielle Verluste für die Familie Specht. Tierhalter in der Region fordern nun klarere rechtliche Regelungen für den Umgang mit solchen Fällen.
Meisterschäfer Egon Specht entdeckte die Spuren des Angriffs früh am Sonntag. Sechs seiner Mutterschafe waren getötet worden, zwei weitere wiesen schwere Bisswunden auf. Später fand die Familie vier weitere verletzte Schafe, die tierärztlich versorgt werden mussten.
Die Familie Specht geht von Wölfen als Verursacher aus und vermutet, dass mehr als ein Tier beteiligt war. Sie informierten umgehend das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz sowie dessen Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse.
Schäfer in der Region betonen, dass die Schafzucht eine entscheidende Rolle für den Erhalt der offenen Kulturlandschaft der Rhön spielt. Ohne bessere Schutzmaßnahmen, so warnen sie, könnten solche Vorfälle nicht nur ihre Existenzgrundlage, sondern auch die traditionelle Lebensweise in der Region bedrohen.
Der Angriff hat bei der Familie Specht erhebliche finanzielle Schäden hinterlassen. Unter Thüringer Nutztierhaltern wächst der Ruf nach strengeren Vorschriften im Umgang mit Wölfen. Die Behörden haben bisher noch nicht bestätigt, ob Wölfe zweifelsfrei für den Vorfall verantwortlich sind.






