Wüst will Bürokratie abbauen – 200 Maßnahmen für einen schlankeren Staat
Hans D. FinkeWüst will Bürokratie abbauen – 200 Maßnahmen für einen schlankeren Staat
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst treibt eine schlankere Regierung voran. Sein jüngster Plan, die „Bundesmodernisierungsagenda“, umfasst 200 Maßnahmen, um Bürokratie abzubauen und Kommunen mehr Spielraum zu geben. Wüst verspricht, dass dies den Staat für die Bürgerinnen und Bürger „schneller und unkomplizierter“ mache.
Die Agenda, die unter Mitwirkung Nordrhein-Westfalens entwickelt wurde, zielt darauf ab, die Verwaltung zu verschlanken und überflüssige Hürden zu beseitigen. Wüst argumentiert, dass das Vertrauen in die Demokratie wächst, wenn die Menschen erleben, dass Politiker entschlossen handeln. Gleichzeitig betont er, dass der Staat seinen Bürgerinnen und Bürgern mehr Vertrauen entgegenbringen müsse, um im Gegenzug ihr Vertrauen zu gewinnen.
Am Mittwoch wird Wüst mit seinen Ministern in Berlin zusammenkommen, um die nächsten Schritte zu beraten. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger nimmt an der Kabinettssitzung teil – ein Zeichen für den Fokus der Agenda auf digitale und verwaltungstechnische Reformen.
Das Treffen in Berlin soll die Weichen für die Umsetzung der 200 vorgeschlagenen Änderungen stellen. Gelingen die Reformen, könnten sie die Arbeitsweise lokaler Behörden und deren Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern grundlegend verändern. Der Erfolg der Pläne wird zeigen, ob weniger Bürokratie tatsächlich das Vertrauen in staatliche Institutionen stärken kann.
