15 April 2026, 16:18

Zoll deckt massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf Münsteraner Baustellen auf

Ein Monteur mit Schutzbrille bedient eine Maschine in einer gut beleuchteten Fabrikumgebung.

Zoll deckt massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf Münsteraner Baustellen auf

Zollbeamte in Münster deckten bei einer überraschenden Kontrollaktion an fünf Baustellen zahlreiche Verstöße gegen das Arbeitsrecht auf. Die Überprüfungen fanden am 26. März 2026 statt und richteten sich gegen Unternehmen, die an der Verlegung von Glasfaserkabeln beteiligt waren. Dabei stellte sich heraus, dass mehrere Arbeiter nicht angemeldet waren oder gar kein legales Recht hatten, in Deutschland zu arbeiten.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) überprüfte insgesamt 38 Beschäftigte auf den Baustellen. Die Ermittler stellten fest, dass 20 von ihnen nicht bei der Sozialversicherung gemeldet waren. Bei sechs dieser Arbeiter fehlte sogar vollständig die Arbeitserlaubnis für Deutschland.

Während der Aktion versuchte ein Mitarbeiter bei Eintreffen der Beamten zu fliehen, wurde jedoch schnell gestellt. Bei einem weiteren Arbeiter lag ein offener Haftbefehl vor – dieser wurde umgehend an die Polizei übergeben.

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Verena John, Pressesprecherin des Hauptzollamts Münster, gab nähere Auskünfte zu den Feststellungen. Die Kontrollen zeigten einmal mehr, wie verbreitet nicht angemeldete Beschäftigung im Bausektor ist.

Die Operation führte zu einer Festnahme und der Identifizierung mehrerer nicht gemeldeter Arbeiter. Den Arbeitgebern drohen nun mögliche Strafen wegen Verstößen gegen die Sozialversicherungspflicht. Die Zollbehörden werden die Bekämpfung illegaler Beschäftigung in der Region weiter vorantreiben.

Quelle